Depressionen in der Pflege – das muss nicht sein

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Pflegende Angehörige sind einer großen psychischen Belastung ausgesetzt. Depressionen in der Pflege sind neben körperlichen Beschwerden eine typische Reaktion auf den alltäglichen Stress. Curendo erklärt Ihnen, warum eine Depression entsteht und wie Sie ihr vorbeugen.

Die Pflege eines Angehörigen hält Sie ständig auf Trab. Rund um die Uhr möchten Sie Ihren Angehörigen gut versorgt wissen und tun alles mögliche, um ihm das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Entspannung und Entlastung des eigenen Körpers stellen Sie hinten an. Wenn Sie jedoch nicht dauerhaft und regelmäßig von dem Pflegestress abschalten, laufen Sie Gefahr, psychisch krank zu werden. Depressionen sind in der Pflege sind längst keine Seltenheit mehr.

Warum entstehen Depressionen?
Depressionen in der Pflege entstehen durch den dauerhaften Stress, dem Sie täglich aufs Neue ausgesetzt sind. Eigene Bedürfnisse werden vernachlässigt, die wichtige Auszeit wird nicht mehr genommen. Durch diesen lang anhaltenden Stress entstehen hormonelle Störungen, aus denen heraus sich eine Depression entwickelt. Die Stresshormone müssen mittels Entspannung und Entlastung abgebaut werden, ansonsten reagiert der Körper mit Nervosität, Schlafstörungen, erhöhtem Blutdruck und Depressionen.

Wie beugt man vor?
Bei der Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen gibt es eine goldene Regel: Man kann nur dann jemanden pflegen, wenn man selbst gesund ist. Ihre Gesundheit steht damit an erster Stelle. Bedenken Sie daher, dass ein regelmäßiger Ausgleich wichtig ist, um Depressionen vorzubeugenDieser kann stark variieren: Von Sport über Gespräche mit Freunden oder einfach ein Film am Abend – Ihre Vorlieben entscheiden. Wichtig ist, dass Sie sich für kurze Zeit von der Verantwortung distanzieren.

Beziehen Sie andere Familienmitglieder in die Pflege mit ein oder bestellen Sie zeitweise einen Pflegedienst. Es ist von großer Bedeutung, dass Sie Ihren Hobbys nachgehen und Zeit für sich gewinnen. Viele Angehörige schalten abends nach Verrichtung der Pflege nicht ab und bauen so den Stress des Tages nicht ab. Die Folge ist eine Depression.

Sport, Yoga oder autogenes Training sind die bekannten Mittel, einer Depression vorzubeugen. Versuchen Sie mindestens einmal wöchentlich joggen oder schwimmen zu gehen und abends vor dem Schlafen durch autogenes Training abzuschalten. Sie werden sehen, wie schnell Sie den Stress des Tages ausblenden und erholsam einschlafen und die nötige Kraft für den nächsten Tag sammeln.

Oft tut es gut, sich mit "Seinesgleichen" auszutauschen. In Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige sammeln Sie wertvolle Erfahrungen und können sich austauschen. Sie erfahren zum Beispiel, wie andere Menschen mit einer Depression durch die Pflege umgehen.

Was tut man bei Depressionen?
Leider bemerken pflegende Angehörige die ersten Anzeichen einer Depression zu spät. Wenn Sie unter einer Depression leiden, dann heißt es: Zeit für sich gewinnen. Versuchen Sie so aktiv wie möglich zu bleiben und geben Sie sich nicht Ihrer depressiven Stimmung hin. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mit der Pflege überfordert sind, schalten Sie einen Pflegedienst ein. Sonst haben Sie oft das Gefühl, dass Sie scheitern und nicht genug Leistung erbringen. Dann besteht die Gefahr, dass Sie immer tiefer in die Depression hineinrutschen.

Suchen Sie außerdem Kontakt zu Ihren Mitmenschen und sprechen Sie über Ihre Gefühle. Wichtig ist, dass Sie sich nicht zurückziehen. Es ist außerdem ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser hat meist wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Depressionen besser in den Griff bekommen und somit wieder genügend Kraft für die Pflege Ihres Angehörigen aufbringen.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.03.2014 aktualisiert.

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