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Der Alltag als Hindernis für Alzheimer-Patienten – Hilfe zur Selbsthilfe

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Im Verlauf der Demenz fallen die alltäglichen Aufgaben immer schwerer. Die morgendliche Hygiene dauert länger oder wird nur noch unregelmäßig durchgeführt, das Anziehen wird immer schwieriger und der Weg durch die eigene Wohnung wird zum Hindernisparcours.

Geben Sie dem Demenzerkrankten das Gefühl, erst genommen zu werden

Für die meisten Angehörigen ist es eine enorme psychische Belastungen, den Erkrankten so hilflos zu sehen. Sie möchten helfen und versuchen ihm alltägliche Aufgabe abzunehmen. Auch wenn dies sicher gut gemeint ist, sollte der Demenzkranke nicht alles abgenommen bekommen. Helfen Sie ihm besser dabei, sich zurecht zu finden, als ihm die Aufgaben gänzlich abzunehmen. Damit tragen Sie zu einer längeren Selbstständigkeit bei.

Sicherlich ist es auch für Sie meistens einfacher und oft auch zeitsparender, die Tätigkeiten schnell selbst durchzuführen. Aber diese oft auch verständlichen Reaktionen können sich negativ auf Ihr Verhältnis zu dem Kranken auswirken. Denn gerade Demenzkranke haben noch sehr lange ein gutes Gespür dafür, wie ernst Sie genommen werden. Besonders, wenn Sie das Gefühl bekommen, nicht mehr ernst genommen zu werden oder ständig frustriert werden, reagieren sie trotzig.

Für Sie als pflegender Angehöriger ist die besondere Herausforderung, jeden Tag rund um die Uhr den Mittelweg zu finden. Dies ist nicht leicht und erfordert viel Geduld und Einfühlungsvermögen, aber auf Dauer wird es Sie und Ihren Angehörigen zu Gute kommen.

Tipps für die Hilfe zur Selbsthilfe

  • Nur Aufgaben, bei denen Ihr Angehöriger komplett überfordert wäre, sollten Sie ganz übernehmen. Dies verhindert unnötig Frustration beim Angehörigen.
  • Bei vielen Tätigkeiten genügt es, den Angehörigen an die Aufgabe zu erinnern und er bewältigt die Situation selbstständig. Dies eröffnet Ihnen die Möglichkeit zu loben.
  • Helfen Sie nur bei kleinen Teilschritten, die der Angehörige nicht mehr selbst erledigen kann. Denn anderen Teil übernimmt er dann wieder.
  • Geben Sie Ihrem Angehörigen die notwendige Zeit für die Aufgaben. Erledigen Sie in der Zwischenzeit ruhig andere Aufgaben und gehen Sie regelmäßig nachsehen Erinnern Sie Ihren Angehörigen nochmal an seine Aufgabe. Verwenden Sie dabei immer die gleichen Formulierungen und benutzen Sie stets einen freundlichen Ton. Erst wenn der Erkrankte nach längerer Zeit keine Lösung für seine Aufgabe findet, sollten sie ihm zur Hand gehen.
  • Bei einfachen häuslichen Tätigkeiten sollten Sie Ihren Angehörigen einbinden. Möhren schälen oder leichte Gartenarbeiten geben dem Demenzkranken das Gefühl, gebraucht zu werden und als Person geschätzt zu werden.
  • Bleiben Sie nicht ungeduldig neben Ihrem Angehörigen stehen, dies setzt ihn weiter unter Druck.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.03.2014 aktualisiert.

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Alzheimer

Alzheimer ist eine meist langsam fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems die in ihrer häufigsten Form bei Personen über dem 65. Lebensjahr auftritt und für ungefähr 60 Prozent der Demenzerkrankungen verantwortlich ist. Charakteristisch ist eine zunehmende Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit, die in der Regel mit einer Abnahme der täglichen Aktivitäten und Verhaltensauffälligkeiten einhergeht.

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