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Der Umgang mit Harninkontinenz bei Demenz

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Harninkontinenz bedeutet nicht nur für Ihren dementen Angehörigen eine Belastung, sondern auch für Sie als Pflegeperson. Während Sie mit dem Gedächtnisverlust und anderen Symptomen zurechtkommen müssen, kommen ab einem bestimmten Stadium der Erkrankung auch noch Probleme mit der Blase hinzu. Hier finden Sie einige Tipps, wie Ihr Angehöriger schnell zur Toilette findet und wie Sie Uringeruch sowie nasse Wäsche reduzieren können.

Die Ursache für Harninkontinenz bei Demenz

Demenz ist eine Erkrankung, bei der Nervenzellen in verschiedenen Hirnregionen zerstört werden. Das ist auch der Grund, warum im Verlauf der Erkrankung bei den meisten Betroffenen eine Harninkontinenz auftritt: Sobald die entsprechenden Nervenzellen und deren Verbindungen nicht mehr funktionieren, kann der Erkrankte seine Blase nicht mehr kontrollieren. Etwa 70 bis 80 Prozent der Demenzkranken leiden an einer Harninkontinenz, dazu kommt oft noch eine Stuhlinkontinenz.

Der Weg zur Toilette

Wird der Harndrang noch wahrgenommen, setzt dieser bei demenzkranken Menschen plötzlich ein. Deshalb ist es wichtig, dass der Betroffene schnell die Toilette findet. Der Harn kann – wenn überhaupt – nicht lange gehalten werden. Räumen Sie deshalb den Weg zur Toilette frei und achten Sie darauf, dass die Tür zur Toilette eindeutig als solche erkennbar ist, beispielsweise durch ein übergroßes Schild. Vielleicht gestalten Sie die Tür auch so, wie es Ihr Angehöriger noch von früher kennt, da frühe Erinnerungen bei Demenz meist am längsten erhalten bleiben. Für die Nacht sollten Sie sich um eine gute Beleuchtung des Flures und des Weges zur Toilette kümmern.

Orientierung im Badezimmer

Damit Ihr Angehöriger nach der Toilettentür auch die Toilettenschüssel selbst auf Anhieb finden kann, ist es sinnvoll, den WC-Sitz in einer auffälligen Farbe zu wählen. Immerhin ist es um Einiges einfacher, einen bunten WC-Sitz in einem weißen Badezimmer zu identifizieren als einen weißen.

Weiterhin empfiehlt es sich, tatsächlich nur einen WC-Sitz, nicht aber einen WC-Deckel anzubringen, da Ihr Angehöriger vielleicht nicht mehr weiß, wie er den Deckel öffnen soll. Kaufen Sie am besten ein Modell, das nur eine Brille enthält.

Entsprechende Kleidung bei Inkontinenz

Findet Ihr Angehöriger zwar auf Anhieb den Weg zur Toilette, nässt aber trotzdem ein, kann dies daran liegen, dass er seine Kleidung nicht schnell genug ausziehen kann. Reißverschlüsse sind für Demenzkranke häufig ein Hindernis, daher ersetzen Sie sie durch einen Klettverschluss oder ziehen Sie ihm eine Hose mit Gummizug an. Heute gibt es durchaus gut aussehende Freizeithosen, die Ihr Angehöriger auch draußen tragen kann.

Das passende Inkontinenzmaterial

Kann Ihr Angehöriger den Urin nicht mehr halten oder geht trotz des Auffindens der Toilette immer etwas daneben, sind aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel sehr nützlich. Die Auswahl an Inkontinenzmaterial ist relativ groß. Lassen Sie sich in der Apotheke oder im Sanitätshaus beraten, welches Produkt für Ihren Angehörigen am besten geeignet ist und testen Sie es zu Hause.

Zur Auswahl stehen beispielsweise Vorlagen/Einlagen, die in der Unterwäsche befestigt werden oder Inkontinenzslips. Letztere tragen Betroffene nur sehr ungerne, da sie an Babywindeln erinnern. Eine gute Alternative sind hier Inkontinenz-Pants, die viel mehr an normale Unterhosen als an eine Windel erinnern. Sie lassen sich einfach herauf- und herunterziehen.

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