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Diabetisches Fußsyndrom: So beugen Sie vor

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Laut aktuellen Hochrechnungen sind circa sechs Millionen Menschen in Deutschland wegen einer Diabetes-Erkrankung in ärztlicher Behandlung. Eine häufige Folge dieser Erkrankung ist das diabetische Fußsyndrom. Pro Jahr werden aus diesem Grund etwa 30.800 untere Extremitäten amputiert. Nach Schätzungen der WHO ist jede zweite dieser Amputationen vermeidbar. Wie beugen Sie vor?

Blutzuckereinstellung und Kontrolle

Grundvoraussetzung für die präventiven Maßnahmen ist die Mitarbeit des Patienten. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist ein wichtiger Bestandteil der Prävention, um dessen adäquate Einstellung zu gewährleisten. Wenn möglich, führt der Patient diese einfache Messung selbstständig durch und trägt anschließend die ermittelten Werte in einen sogenannten "Diabetespass" ein. So sind Abweichungen und kritische Veränderungen schnell ersichtlich.

Fußpflege

Die tägliche Fußinspektion wird beispielsweise mit einem langstieligen Handspiegel durchgeführt. Hierbei geht es um die Überprüfung des Fußes auf Blasen, Verhornungen, Nageleinwachsungen, Risse, Pilzbefall, Verletzungen, Entzündungen oder sonstige auffällige Veränderungen. Die regelmäßige adäquate Fußpflege ist ein weiterer Bestandteil der Prävention des diabetischen Fußsyndroms.

Gegebenenfalls kann zur behutsamen Pflege der Fußnägel eine Nagelpfeile verwendet werden. Scharfe und spitze Instrumente wie Nagelschere oder -knipser sollten keine Anwendung finden, da sie ein hohes Verletzungsrisiko bergen. Vorhandene Hornhaut ist schonend durch einen Bimsstein abzutragen.

Hornhauthobel, Rasierklingen und Scheren bergen ein hohes Verletzungsrisiko und sollten nicht zum Einsatz kommen. Auch auf Hornhaut- und Hühneraugenpflaster ist zu verzichten, da deren ätzende Substanzen die Haut angreifen können. Bei Fragen oder Selbstpflegedefiziten empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen einen Podologen aufzusuchen.

Fußwaschung

Die tägliche Fußwaschung mit anschließendem gründlichem Abtrocknen, insbesondere der Zehenzwischenräume, ist ebenfalls Teil der Prävention. Ein Fußbad ist nur bei intakten Füßen ratsam. Das Wasser sollte eine Temperatur zwischen 30 und 35°C haben, was aufgrund des eventuell verminderten Temperaturempfindens mit einem Thermometer zu überprüfen ist.

Spätestens nach 3 Minuten sollte das Fußbad beendet werden, um keine Hautbelastung zu riskieren. Da die Füße von Diabetikern häufig eine verminderte Schweißsekretion aufweisen, ist die Haut meist trocken und schuppig. Bei der Pflege der Fußhaut sind deshalb feuchtigkeitspendende Cremes, mit Bestandteilen wie Glycerin oder Harnstoff, zu bevorzugen.

Letzterer gilt als natürlich feuchthaltender Stoff (NMF=natural moisturizing factor), der Wasser in der Haut bindet. Die Elastizität der Haut erhöht sich und Juckreiz und Infektionsrisiko werden gemindert.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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