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Diagnose Demenz: Planen Sie die Entlastung der Hauptpflegeperson gemeinsam!

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Die Pflege und Betreuung eines Menschen mit Demenz ist eine wichtige und anstrengende Aufgabe. Diese kann nicht von einer Person alleine bewältigt werden. Es braucht Unterstützung und Rückhalt der Familie und des sozialen Umfeldes. Planen Sie gemeinsam, wie diese Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Lesen Sie hier, wie stunden- oder tageweise Entlastung konkret aussehen könnte.

Die Hauptaufgabe der Betreuung und Pflege eines Demenzerkrankten liegt in jedem Falle bei dem Menschen, der mit der betroffenen Person zusammenlebt. Es droht Überlastung und das Scheitern der Pflegesituation. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass verlässliche Hilfen bestehen, die Entlastung bieten.

Dazu bedarf es 2 Voraussetzungen:

  • Das Umfeld muss entsprechende Unterstützung anbieten.
  • Die Hauptpflegeperson muss ihrerseits bereit sein, die angebotenen Hilfen auch anzunehmen!

Manchmal ist es so, dass Pflegende meinen, sie könnten die schwierige Situation niemand Anderem zumuten. Häufig existiert auch die Befürchtung, dass die Betreuung und Pflege nicht so gut durchgeführt wird, wenn andere Menschen diese übernehmen.

In der Realität ist es meist so, dass hauptsächlich die Pflegeperson unter der Vorstellung leidet, dass etwas nicht so perfekt läuft. Der Pflegebedürftige dagegen verkraftet dies meist problemlos. Pflegende Angehörige sollten aus diesem Grunde vereinbarte Entlastungsangebote unbedingt annehmen. Die folgenden Fragen sollte dazu in einer gemeinsamen Sitzung bedacht und besprochen werden.

Wer hat wann und wie oft Zeit, um sich um den Pflegebedürftigen zu kümmern?

Dabei sind alle Angebote zu bedenken: täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich. So können sich auch Angehörige und Freunde einbringen, die weiter entfernt wohnen. Personen, die weiter weg wohnen und nicht mal eben zwischendurch vorbeikommen können, würden vielleicht gerne einen ganzen Tag ein oder zwei Mal im Monat am Wochenende übernehmen.

Vielleicht kann auch jemand aus der Familie anbieten, für 2 Wochen bei dem Pflegebedürftigen zu wohnen, damit die Hauptpflegeperson diese Zeit für einen eigenen Urlaub nutzen kann. Pflegepersonen sollten dies nicht als Opfer der Angehörigen oder Freunde ansehen. Dies können für die "Helfer" wertvolle Zeiten sein, die sie gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen verbringen. Wann sonst haben diese so viel Zeit, Erinnerungen und das Leben mit dem Erkrankten zu teilen?

Alle Angebote müssen ernstgenommen werden!

Auch die Ideen von älteren Kindern sollten ernstgenommen werden. Es kann die Oma entlasten, wenn ein Schulkind nach der Schule kommt und mit dem Opa zusammen isst und ihm aus der Zeitung vorliest. Oma könnte in der Zeit eine Nachbarin besuchen oder sich einfach mal zum ausgiebigen Mittagsschlaf hinlegen.

Erhalten Sie Traditionen!

Gibt es eine Veranstaltung, die die erkrankte Person gerne regelmäßig besucht hat? Vielleicht ein Damen-Kaffeekränzchen oder eine Frauenstunde in der Kirchengemeinde oder ein Skat- oder Fußballabend am Stammtisch? Gibt es die Möglichkeit, dass eine Person aus dem Freundeskreis die Verantwortung für 2 bis 3 Stunden übernimmt und mit dem Erkrankten gemeinsam diese Veranstaltung besucht?

Dies kann gleichzeitig bei dem Menschen mit Demenz angenehme Erinnerungen wecken. Gleichzeitig kann die Pflegeperson diese Zeit ihrerseits für sich nutzen. Auch sie sollte regelmäßige Veranstaltungen im Verlauf einer Woche oder eines Monats besuchen, die ihr wichtig sind.

Menschen mit Demenz müssen sich nicht verstecken!

Die Entwicklung unserer Gesellschaft verläuft so, dass die Akzeptanz und das Verständnis für Demenzerkrankte wächst. Menschen mit Demenz brauchen sich nicht zu verstecken oder von der Öffentlichkeit ferngehalten werden. Schließlich kann es jeden treffen. Rudi Assauer war im Fernsehen, der offene Brief von Ronald Reagan über seine Alzheimererkrankung wurde von vielen Menschen gelesen. Die Tochter von Margret Thatcher hat die Demenzerkrankung ihrer Mutter in ihrem Buch öffentlich angesprochen.

Seien Sie kreativ und denken Sie unkonventionell!

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eine Pflegeperson entlasten können. Menschen mit Demenz gehören in unsere Gesellschaft und sollen am Leben in der Öffentlichkeit teilhaben, soweit es Ihnen möglich ist und gut tut. Bei weiterem, gemeinsamem Nachdenken kommen Ihnen sicher noch andere Ideen. Wichtig ist, dass diese Termine fest vereinbart sind und verlässlich eingehalten werden. Das gibt Kraft und Mut für die schwierigen Situationen in der Pflege eines Demenzerkrankten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2014 aktualisiert.

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Demenz

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Demenz ist Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Sie beeinträchtigt unter anderem das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, Motorik, Orientierung, aber auch die Gemütslage und die sozialen Fähigkeiten.

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