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Die 3 Pflegestufen – Voraussetzungen und Pflegegeld

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Das Gesetz unterscheidet nach verschiedenen Pflegestufen. Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit Ihres Angehörigen wird er einer dieser Stufen zugeordnet. Von der Pflegestufe hängt ab, wie viel Geld Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen von der Pflegekasse zusteht.

Inoffiziell beginnen die Pflegestufen bei der Pflegestufe 0. Menschen mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz werden dieser Pflegestufe zugeordnet. Sie haben einen Anspruch auf 123 Euro Pflegegeld pro Monat oder 231 Euro Pflegesachleistungen pro Monat.

Pflegestufe I – erheblich pflegebedürftig

Personen, die als erheblich pflegebedürftig eingestuft werden, bedürfen einer täglichen Pflege von 90 Minuten. Das bedeutet, dass Sie als pflegender Angehöriger den Patienten täglich eineinhalb Stunden pflegen müssen, wobei von diesem Zeitraum mehr als 45 Minuten für die Grundpflege entfallen müssen. Diese Patienten brauchen Hilfe bei der Ernährung, Mobilität und Körperpflege. Sie brauchen einmal täglich Hilfe bei bestimmten Verrichtungen und mehrmals in der Woche Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Tätigkeit. In der Pflegestufe I besteht ein Anspruch auf 244 Euro Pflegegeld und 468 Euro als Sachleistung. Liegt eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz vor, beträgt das Pflegegeld 316 Euro und die Pflegesachleistung 689 Euro.

Pflegestufe II – schwerpflegebedürftig

Bei einem schwerpflegebedürftigen Patienten muss der Zeitaufwand für die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung mindestens drei Stunden pro Tag betragen. Von diesen drei Stunden müssen jedoch mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen. Die schwerpflegebedürftigen Patienten benötigen in der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität dreimal täglich Unterstützung ihres Angehörigen. Auch wie in der Pflegestufe I brauchen sie mehrfach in der Woche Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Tätigkeit. In der Pflegestufe II besteht ein Anspruch auf 458 Euro Pflegegeld oder 1.144 Euro Sachleistung. Liegt eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz vor, beträgt das Pflegegeld 545 Euro und die Pflegesachleistung 1298 Euro.

Pflegestufe III – schwerstpflegebedürftig

Bei einem schwerstpflegebedürftigen Patienten muss die tägliche Pflege bei fünf Stunden liegen. Für die Grundpflege müssen vier Stunden anfallen. Die schwerstpflegebedürftigen Patienten brauchen bei der Körperpflege, bei der Ernährung und bei der Mobilität im Grunde rund um die Uhr pflegerische Unterstützung. Diese Patienten sind auch nachts auf die Hilfe angewiesen. In der Pflegestufe III besteht der Anspruch auf 728 Euro Pflegegeld und 1.612 Euro Sachleistung.

Außerdem gibt es noch den Härtefall. Für diesen Fall muss der Pflegeaufwand die Pflegestufe III weit übersteigen. Für den Härtefall können weitere Leistungen von der Pflegekasse verlangt werden. Ein Merkmal für den Härtefall ist beispielsweise, wenn zwei Pfleger auch in der Nacht für den Patienten da sein müssen, was beim Wachkoma der Fall ist. In diesem Fall besteht ein Anspruch auf 1.995 Euro Sachleistung.
Den Antrag für die Einstufung in eine Pflegekasse müssen Sie bei der jeweiligen Pflegekasse stellen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung erstellt dann ein Gutachten, nachdem Ihr Angehöriger einer Pflegestufe zugeordnet wird.

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Wie lange dauert die Bewilligung der Pflegestufe?

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