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Die Entstehung von einem Dekubitusgeschwür

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Ein Dekubitusgeschwür entsteht immer dort, wo die lokale Druckbelastung das Gewebe schädigt. Hier gilt immer die Formel Druck x Zeit. Wenn der von außen einwirkende Druck auf die Gefäße über einen längeren Zeitraum besteht, werden diese nicht mehr richtig durchblutet. Hier genügt in der Regel schon das Eigengewicht des unbewegten Körperteils, damit es zu Schädigungen kommt.

Dauert nun die Druckbelastung länger an, kommt es durch mangelnde Durchblutung zur Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff und den entsprechenden Nährstoffen. s sammeln sich dadurch toxische (saure) Stoffwechselprodukte an, die in der Folge zu einer Nekrose (Zelltod) führen. Im Zusammenhang kommt es dann auch zu einer nichtreparablen Schädigung der Nervenzellen.

Beim gesunden Menschen löst die Ansammlung der toxischen Stoffwechselprodukte einen Reflex aus, sodass der Mensch sich umlagert. Bei älteren und auch bei kranken Menschen ist dieser Reflex gestört oder nur noch eingeschränkt vorhanden, so dass die Patienten hier nicht den Drang zum Stellungswechsel haben.

Begünstigte Faktoren für einen Dekubitus

 

Die Scherkräfte begünstigten die Entstehung des Dekubitus. Gerade bei älteren Menschen bei denen der Wassergehalt in der Haut herabgesetzt ist, kommt es – bedingt durch einen Elastizitätsverlust der Haut – zu Scherkräften. Das bedeutet, dass sich die Hautschichten gegeneinander verschieben. Durch diese wiederkehrende Reibung kommt es leicht zu Verletzungen der Hautoberfläche.

Erhöhte Temperaturen und starke Feuchtigkeit durch Schwitzen oder andere Körperflüssigkeiten begünstigt das Wundwerden der Haut. Daher sollten Sie hier unbedingt auf gute Pflege achten und die Haut möglichst trocken halten.

Aber auch andere Faktoren begünstigen die Entstehung. Leidet der Patient unter Fieber, dann schwitzt er stark und dies führt zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch, was die Unterversorgung der Zellen verstärkt. Durch eine Harn- oder Stuhlinkontinenz wirken ausgeschiedene Säuren auf die umliegende Haut ein

Durch das erhöhte Gewicht bei einer Adipositas steigt der Druck auf die Körperstelle. Zudem schwitzt der Patient leichter. Hingegen ist bei sehr dünnen Patienten durch das fehlende Unterhautfettgewebe die Haut mangelhaft gepolstert.

Aber auch eine Abwehrschwäche, ein Diabetes mellitus und ein schlechter Allgemeinzustand sind für ein Dekubitalgeschwür mitverantwortlich.

Folgen von Dekubitusgeschwüren

 

Ein offenes Dekubitalgeschwür kann als Eintrittspforte für andere Erreger dienen. So entstehen nicht nur lokale Infektionen, sondern auch Infektionen, die sich über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen. Es kann zu tödlichen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel einer Lungenentzündung oder eine Sepsis kommen. Schon aus diesem Grund sollten Sie als pflegender Angehöriger ein besonders wachsames Auge auf entstehende Dekubitusgeschwüre haben und rechtzeitig mit den entsprechenden Maßnahmen beginnen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.

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