OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die häufigsten Mythen über Depressionen

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Depressionen in der Pflege sind längst keine Seltenheit mehr. Trotzdem sind sie immer noch ein Tabu-Thema, das von vielen Mythen umgeben ist. Das curendo-Team klärt die häufigsten Mythen zu Depressionen auf.

Es sind viele, hartnäckige Mythen, die sich um die Krankheit Depression spinnen. Angefangen von der Behauptung, dass ältere Menschen öfters unter Depressionen leiden oder dass Antidepressiva zur Abhängigkeit führen bis hin zu dem Mythos, dass eine Depression im Winter ganz normal ist. Wahr ist, wenn überhaupt, immer nur die Hälfte. Wir räumen jetzt mit diesen Mythen auf!

1.) Antidepressiva führen zur Abhängigkeit
Oft wird die Wirkung von Antidepressiva und Psychopharmaka verwechselt. Bei Antidepressiva muss nicht immer die Dosis erhöht werden, um dieselbe Wirkung zu erreichen. Deshalb besteht auch keine Suchtgefahr. Es handelt sich bei Antidepressiva keineswegs um Drogen oder Tabletten, die die Persönlichkeit verändern.

2.) Depressionen entstehen sehr oft im Herbst und Winter
Etwa zwei Prozent der Bevölkerung leiden unter einer sogenannten saisonalen Depression. Bei dieser Depression, die sehr selten ist, leiden die Betroffenen mit einem Stimmungstief unter der Dunkelheit der Herbst- und Wintermonate. Allerdings hat diese saisonale Depression nichts mit dem "Winter-Stimmungstief" zu tun, unter dem viele Menschen in den dunklen Monaten leiden.

Die Symptome einer saisonalen Depression sind viel stärker (starke Müdigkeit schon nach dem Aufstehen, Heißhunger auf Süßigkeiten usw.). Die Auslöser einer saisonalen Depression sind noch nicht ganz aufgedeckt, werden aber bei dem Lichtmangel gesehen. Generell ist eine Depression aber nicht von der Jahreszeit abhängig, sondern kann jeder Zeit ausgelöst werden.

3.) Depressionen sind eine Erkrankung der Seele
Natürlich ist eine Depression ein seelisches Leiden, aber nicht nur. So können auch genetische Veranlagungen, eine vermehrte Anzahl von Stresshormonen oder eine Veränderung der Botenstoffe im Gehirn eine Depression verursachen.
Kindheitstraumata, Überforderungen oder Konflikte können natürlich das Risiko, an einer Depression zu erkranken, erhöhen.

4.) Es sind vor allem schwache Menschen, die an einer Depression erkranken
Dieser Ausspruch ist sehr bekannt und falsch. Denn eine Depression kann auch Menschen treffen, die sehr robust sind und mit beiden Beinen im Leben stehen.

5.) Altersdepression ist normal und muss nicht behandelt werden
"Verlusterlebnisse und traurige Erfahrungen werden mit zunehmendem Alter vermehrt erlebt und führen dann zu Depression" – diese Meinung ist sehr verbreitet und falsch. Auch wenn ältere Menschen häufiger mit Tod und Krankheit in Kontakt kommen, sind Depressionen im Alter nicht normal oder häufiger als in jüngeren Jahren. Zudem sind die Behandlungsmöglichkeiten auch im fortgeschritten Alter sehr gut und oft erfolgreich.

Fazit: Depressionen sind eine ernsthafte Erkrankung und gehören immer in die Hände eines Arztes. Unterschätzen Sie nie das Risiko, an einer Depression erkrankt zu sein, und suchen Sie sich rechtzeitig ärztliche Hilfe.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter:

Kategorien: Krankheiten

Bewerten Sie diesen Artikel

Die häufigsten Mythen über Depressionen
Vielen Dank.


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Auf welche Leistungen habe ich Anspruch? Wie stelle ich einen Antrag bei meiner Pflegekasse? Wie wird ein Pflegegrad ermittelt?

Kostenlose Online-Beratung!


Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Mehr zum Thema

Depressionen in der Pflege – das muss nicht sein

Pflegende Angehörige sind einer großen psychischen Belastung ausgesetzt. Depressionen in der Pflege sind neben körperlichen Beschwerden eine typische Reaktion auf den alltäglichen Stress. Curendo… Artikel lesen ›

Alterssuizid: Eine Folge unzulänglicher Schmerztherapie?

Für einen Alterssuizid kann es die verschiedensten Ursachen geben. Ein Nürnberger Modellprojekt zum Zusammenhang von Suizid und Depressionen hat nun eine unzulängliche Schmerztherapie als… Artikel lesen ›

Zuwendung und Wertschätzung können Alterssuizide verhindern

Fassungslos und bestürzt reagieren wir auf Meldungen, die von einem Selbstmord eines Stars oder Prominenten berichten. Oft sind es junge Leute, die nicht mehr… Artikel lesen ›

Häufig gestellte Fragen

Kann man durch einen Schlaganfall eine Depression bekommen?

Ähnliche Kurse

Depressionen in der Pflege – das muss nicht sein

Alterssuizid: Eine Folge unzulänglicher Schmerztherapie?

Zuwendung und Wertschätzung können Alterssuizide verhindern

Alterssuizid: Anzeichen erkennen und den Selbstmord verhindern

Alterssuizid – wie Sie Ihrem Angehörigen wieder Freude am Leben schenken

Krankheiten

Krankheiten

Einer Pflegebedürftigkeit liegt immer mindestens eine Haupterkrankung zu Grunde. Die häufigsten Ursachen sind Demenz, Alzheimer, Parkinson und Schlaganfall. Hinzu kommen eine Ganze Reihe von Begleitkrankheiten.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.