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Die richtige Beleuchtung für Demenzkranke


Da Demenzkranke im Laufe ihrer Erkrankung häufig Sehstörungen bekommen, muss auf eine gute Beleuchtung geachtet werden. Dunkle Flure und zu grelles Licht wirken zum Beispiel angstauslösend und sollten gemieden werden. Mit einer Kombination aus direktem und indirektem Licht können Sie für die optimale Lichtgestaltung des Pflegezimmers und der Wohnung sorgen.

Raumlicht für Demenzkranke darf keine Schatten produzieren

Eine einfache Lampe an der Decke, die nur wenig oder zu helles Licht abgibt, ist schon für gesunde Menschen der Inbegriff der Ungemütlichkeit. Kranke Menschen mit Demenz haben oft Probleme mit dem Sehen und brauchen spezielle Lichtquellen. Zum einen müssen der Raum und die Wohnung gut ausgeleuchtet sein, sodass keine tiefen Schatten entstehen und nichts spiegelt. Zum anderen sollte auch kein hartes Licht auf die Pflegebedürftigen herunter scheinen, wenn sie im Bett liegen. Hier sollten verschiedene Leuchten kombiniert werden, damit das Zimmer in allen Situationen optimales Licht hat.

Direktes und indirektes Licht erzeugen weiche Übergänge

Ein Raum sollte sowohl direkt als auch indirekt beleuchtet werden. Nur so kann man eine helle, freundliche, aber nicht zu grelle Atmosphäre schaffen. Wenn ein Teil des Lichts direkt Richtung Boden strahlt und dabei gut streut, ein weiterer Teil indirekt beleuchtet wird, indem man das Licht an die Decke richtet, entstehen weiche Übergänge von hellen bis weniger hellen Bereichen im Raum. Es werden kaum Schatten und Spiegelungen erzeugt. Zusätzlich können weitere Leuchten zum Pflegen und Lesen angebracht werden.

Spezielle Leuchten für Demenzkranke und Pflegepersonen

Leselampen am Bett oder in der Nähe eines Sessels sollten nicht heiß werden, damit sich der Demenzkranke bei der Bedienung nicht verbrennen kann. Die Leuchte muss leicht verstellbar sein. Während Ihrer Pflegetätigkeit brauchen Sie etwas mehr Licht. Dieses sollte den Arbeitsbereich großflächig ausleuchten, damit Sie gut sehen können.

Nachts brauchen manche Demenzkranke eine dezente Nachtleuchte, um sich orientieren zu können. Alle Lampen dürfen keine Schatten produzieren und nicht blenden.

Lichtkonzept für Demenzkranke: Licht im Tagesrhythmus der Sonne

Ein besonderes Lichtkonzept steht für Demenzkranke zur Verfügung, die einen unregelmäßigen Tagesrhythmus haben, daher müde sind und unter depressiven Verstimmungen leiden. Mit einem sogenannten Licht-Management-System, das sich „Visual Timing Light“ nennt, wird der natürliche Lichtverlauf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang simuliert. Die Leuchten sind so programmiert, dass sie zu jeder Tageszeit die entsprechende Lichtstärke und -farbe im Zimmer abgeben. So lassen sich auch eher dunkle Räume optimal ausstatten. Dieses System unterstützt den Demenzkranken in jeder Hinsicht, regt die Sinne sowie die Leistungsfähigkeit an und steuert den Hormonhaushalt.

Vom Fachmann beraten lassen

Lassen Sie sich zu speziellen Lichtsystemen bei einem Fachmann beraten, statt selbst Leuchten anzubringen. Bei einer anspruchsvollen Raumbeleuchtung müssen viele Aspekte beachtet werden, die man als Laie nicht kennt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz, Die pflegegerechte Wohnung

 

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