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Die Rolle von Pflegediensten bei der Pflege von Demenzerkrankten

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Jeder kennt sie, hat sie schon auf der Straße oder vor einem Haus in der Nachbarschaft stehen sehen: Die Autos von Sozialstationen und Pflegediensten, mit denen die Schwestern, Pfleger und Hauswirtschafter ihre Patienten besuchen. Manche dieser Einrichtungen gehören zu Trägern der freien Wohlfahrtspflege wie der Caritas oder der Diakonie, andere sind privat geführt.

Demenzkranke verspüren den Wunsch nach häuslicher Pflege

Die meisten Menschen möchten im Krankheitsfall oder auch im Alter gerne zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung gepflegt werden. Gerade Menschen mit Demenz äußern häufig Ängste, in ein Pflegeheim zu müssen.

Sie befürchten, ihre Selbstbestimmung zu verlieren und mit dem Neuen, Unbekannten nicht zurecht zu kommen. Selten wollen sie aus ihrer vertrauten Umgebung wegziehen.
Lange Zeit kann im Verlauf einer demenziellen Erkrankung der Umzug in eine Pflegeeinrichtung vermieden werden, wenn ein Pflegedienst bei der Versorgung des Erkrankten zu Hause unterstützt.

Leistungen der Pflegedienste

Die Leistungen der Sozialstationen und Pflegedienste umfassen nicht nur die Alten- und Krankenpflege im engeren Sinne, sondern beinhalten auch weitere Hilfestellungen.

Diese tragen maßgeblich zu einem langfristigen Verbleib des Betroffenen in der eigenen Häuslichkeit bei. Dies können z. B. Pflegeberatung- und anleitung sein oder auch Betreuungsgruppen von Menschen mit Demenz.

Kostenübernahme für die Pflege demenziell Erkrankter

Liegt eine Pflegestufe vor, so werden die Kosten von der (gesetzlichen) Pflegeversicherung in folgendem Umfang gedeckt:

Pflegestufe

Leistungen im Rahmen bis

I

450€ bzw. 665€*

II

1100€ bzw. 1250€*

III

1550€

Stand 2014

*mit eingeschränkter Alltagskompetenz (bei Bescheinigung dieser, aber ohne Pflegestufe Leistungen bis 225€ möglich)

Finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse

In einem Erstgespräch mit der Pflegedienstleitung eines ambulanten Pflegedienstes/einer Sozialstation können Sie genau darlegen, welchen Hilfebedarf Ihr Familienmitglied mit Demenz hat. Die Pflegedienstleitung wiederum überprüft, ob der finanzielle Rahmen der Pflegestufe ausreicht, um diesen Hilfebedarf zu decken.

Ist der finanzielle Rahmen größer als der Hilfebedarf, wird ein anteiliges Pflegegeld von der Pflegekasse an den Betroffenen ausbezahlt. Liegt der Hilfebedarf darüber, muss aus eigener Tasche noch etwas hinzubezahlt werden.

Weitere Leistungen der Pflegekasse

Liegt keine Pflegestufe vor, gibt es die Möglichkeit die sogenannte Pflegestufe 0 zu erhalten. Bei dieser handelt es sich um eine Bescheinigung über eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz. Diese muss vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen bescheinigt werden.

In jedem Falle aber wird die Pflegedienstleitung Sie umfassend zu den möglichen Leistungen beraten und mit Ihnen gemeinsam versuchen, Ihren und den Wünschen des Erkrankten gerecht zu werden.

Bei der Pflegekasse Ihres demenziell erkrankten Familienmitgliedes können Sie eine Liste mit Pflegediensten in Ihrer Nähe erhalten. Größere Pflegekassen stellen online einen Pflegedienstnavigator zur Verfügung und auch im Branchenbuch werden Sie auf entsprechende Einrichtungen stoßen. Wir möchten Ihnen aber an dieser Stelle nahe legen, sich im Verwandten-, Freundes- und Kollegenkreis umzuhören, ob jemand schon einmal Erfahrungen mit Pflegediensten gemacht hat.

Möglicherweise bekommen Sie so schon eine verlässliche Empfehlung.

Noch ein Tipp

Vor allem interessant für demenziell Erkrankte, die alleine leben und sich noch weiterhin größtenteils selbst versorgen können, ist die Möglichkeit, sich von einem Pflegedienst die Medikamente richten zu lassen.

Häufig sind Angehörige besorgt darüber und fragen sich, ab alle notwendigen Arzneien auch zuverlässig eingenommen werden. Andererseits möchten sie den Erkrankten aber auch nicht unnötig in seiner Freiheit beschränken. Der behandelnde Arzt kann hier eine Verordnung über die Medikamentengabe ausstellen. Mit dieser können Sie einen Pflegedienst Ihrer Wahl beauftragen, Ihrem Familienmitglied mit Demenz die medizinisch notwendigen Medikamente zu verabreichen.

Hierbei handelt es sich um eine Leistung der Krankenversicherung, dem SGB V. Sie kann unabhängig von einer Pflegestufe in Anspruch genommen werden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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Der Umgang mit Demenzerkrankten ist nicht immer leicht. Besonders in späteren Krankheitsstadien wirkt das Verhalten der Demenzerkrankten oft befremdlich, sodass von den Angehörigen viel Verständnis und Geduld gefordert ist.

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