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Diese Strategien gibt es für Demenz- und Alzheimer-Patienten

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Sie haben sicherlich schon einmal von einer Bushaltestelle vor einem Pflegeheim gehört, die keine Funktion hat. Was hat das mit einer Strategie gegen die Symptome von Demenz und Alzheimer zu tun und wie können Sie Ihren Angehörigen das Leben mit der Demenz leichter machen?

Pro8 – ein besonderes Raumkonzept

Das Pflegeheimkonzept pro8 hat einige Strategien auf Lager, um den Heimbewohnern das Leben etwas zu erleichtern. Pro8-Pflegeheime sind in Form einer Acht angelegt, das heißt, dass die Zimmer in zwei Kreisen angelegt sind und mit einem Flur in Form einer Acht verbunden wurden. Im Verbindungsstück der beiden kreisförmig angelegten Flure befindet sich ein Gemeinschaftsraum mit Küche und das Wäschelager ist ebenfalls in dieses Flursystem eingegliedert.

Diese Art des Wohnens soll es den Heimbewohnern ermöglichen, selbst aktiv zu werden in Küche und Haushalt und gleichzeitig im stetigen sozialen Austausch zu stehen. Das Raumkonzept der Acht hat die Wirkung, dass es keine Flurenden mehr gibt. Die "Sackgassen" eines normalen Flurs können einen Demenz- und Alzheimerpatienten verschrecken und verwirren. Dadurch, dass der Mittelpunkt der Acht ein Gemeinschaftsraum ist, kommen alle Patienten dort immer wieder zusammen.

Die Bewegung wird angeregt und kann eine motorische Unruhe der Demenzkranken befriedigen und wirkt gleichzeitig einem Muskelabbau entgegen. Ob es ein pro8-Wohnheim in Ihrer Nähe gibt, können Sie auf der Homepage des Betreibers nachlesen.

Schein-Bushaltestelle gegen Weglauftendenz

Neben der Anlegung einer Wohnanlage ohne Sackgassen haben viele "normale" Altenheime das Konzept einer Schein-Bushaltestelle übernommen. Mit schwindendem Kurzzeitgedächtnis bei Demenz- oder Alzheimerpatienten steigt der Drang, in die alte Heimat zurückkehren zu wollen.

Die Patienten setzen sich nun an eine dieser Bushaltestellen in dem Glauben, ein Bus hole sie ab und bringe sie nach Hause. Das dies in der Tat nicht geschieht, bekommen sie allerdings nicht mit. Nach einiger Zeit stehen die Patienten einfach auf und gehen wieder in das Pflegeheim, weil sie vergessen haben, dass sie mit dem Bus fahren wollten oder sie denken, sie wären mit dem Bus gerade aus der Stadt gekommen.

Mit dieser Strategie haben es viele Pflegeheime geschafft, die Weglauftendenz einiger ihrer Patienten wieder in den Griff zu bekommen. Eine Schein-Bushaltestelle können auch Sie für Ihren Angehörigen bauen und so vielleicht verhindern, dass er Ihnen davonläuft.

Nostalgie gegen Fremdeln

Viele Demenz- und Alzheimerpatienten fremdeln mit der Gegenwart. Um gegen dieses Unwohlsein vorzugehen, können Sie auf verschiedenen Trödelmärkten nach Nostalgie-Objekten schauen. Schmeißen Sie unter keinen Umständen ältere Möbel Ihres Angehörigen weg, um sie gegen neue Möbel auszutauschen, diese Veränderung kann einen Demenzpatienten sehr verwirren.

Hängen Sie schwarz-weiß Aufnahmen aus der Kindheit an die Wände oder auch mal ein nostalgisches Bild. Schauen Sie gemeinsam Filme aus der Kindheit oder Jugendzeit. Auch ein Telefon aus dieser Zeit kann es Ihrem Angehörigen erleichtern, mit seiner Unsicherheit umzugehen. Vertraute Gegenstände aus der Vergangenheit können vor allen Dingen Ängste verringern.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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