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Ein ausgewogener Magnesium-Spiegel beeinflusst Diabetes positiv

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Zahlreiche Studien und Untersuchungen haben erwiesen, dass ein enger Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Magnesiumspiegel im Blut besteht. Auch das Risiko der Entstehung der Zuckerkrankheit lässt sich durch Magnesium vermindern. Lesen Sie hier, welcher Zusammenhang zwischen Diabetes und Magnesium besteht.

Magnesium unterstützt die Wirkung von Insulin

Magnesium ist gerade für Menschen mit Diabetes ein wichtiges Elektrolyt. Magnesium hilft dem Körper, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Die Zellen reagieren besser auf Insulin, wenn ausreichend Magnesium vorhanden ist. Magnesiummangel verstärkt demnach die Insulinresistenz der Zellen. Insulin fungiert als Schlüssel, der die Zellwände öffnet, um Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Sprechen die Zellen nicht auf Insulin an, verbleibt die Glukose im Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt, während in den Zellen selbst ein Energiemangel entsteht.

Zu niedrige Konzentrationen von Magnesium im Blut von Diabetikern

Bereits seit 1996 empfiehlt die US-amerikanische Diabetesgesellschaft, Typ2-Diabetiker auf einen Magnesiummangel hin zu untersuchen. 2009 wurde in Deutschland eine ähnliche Empfehlung verabschiedet. In einer aktuellen Untersuchung an 5500 Diabetikern wurde festgestellt, dass nur 26% der Testpersonen eine ausreichende Magnesiumkonzentration im Blut hatten. Der Anteil der insulinpflichtigen Diabetiker lag dabei mit 11% unter dem der mit Diät und Medikamenten eingestellten Diabetiker (15%).

Diabetiker tragen ein erhöhtes Risiko für Magnesiummangel. Magnesium wird bei Menschen mit Diabetes vermehrt mit dem Urin ausgeschieden. Werden zusätzlich Abführmittel oder Diuretika ("Wassertabletten") eingenommen, verstärkt sich der Magnesiummangel.

Magnesiummangel trotz normaler Blutwerte

Trotz normaler Blutwerte kann ein Magnesiummangel vorliegen. Die Normwerte betragen 0,7 und 1,1 mmol/l bzw. 1,7 bis 2,7 mg/l. Sinkt der Spiegel im Blut, wird Magnesium aus den Knochen freigesetzt. Aus diesem Grunde sollte zur Diagnostik auch auf Symptome eines möglichen Magnesiummangels geachtet werden.

Deutlich bessere Stoffwechsellage bei ausreichendem Magnesiumspiegel

Im Jahre 2003 wies ein mexikanisches Ärzteteam nach, dass sich bei einer Gabe von 400mg Magnesium täglich unter einer medikamentösen Diabetestherapie die Stoffwechsellage deutlich verbesserte. Der Nüchternblutzucker und die HbA1c-Werte sanken und der Körper reagierte besser auf Insulin. Der Magnesiumspiegel im Blut stieg deutlich an.

Auch zeigten Untersuchungen, dass sich bei Risikogruppen der Ausbruch einer Diabetes-Typ2-Erkrankung durch Substitution von Magnesium verzögern ließ. Risikogruppen für Diabetes Typ2 sind Menschen mit Übergewicht, erhöhtem Blutdruck und Blutfettwerten und einer reduzierten Glucosetoleranz.

Schutz vor Diabetes-Folgeerkrankungen durch Magnesium

Bedingt durch Schäden an Blutgefäßen und Nerven sind Diabetiker gefährdet, eine Reihe typischer Folgeerkrankungen zu erleiden. Dazu gehören Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfälle, Schäden an Augen, Nieren, Nerven und Füßen. Magnesium erweitert die Blutgefäße und senkt den Blutdruck. So werden Verkrampfungen der Blutgefäße vermieden, die den Herzmuskel versorgen. Gleichzeitig werden Herzrhythmusstörungen vermieden und Blutgerinnung und Blutfette werden positiv beeinflusst. So wird auch das Risiko einer Netzhauterkrankung am Auge durch Diabetes gesenkt.

Magnesium in unterschiedlichen Darreichungsformen

Magnesiumsalze werden in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten. Unterschieden wird in organische und anorganische Verbindungen. Organische Salze werden besser vom Körper aufgenommen als anorganische Salze.

Organische Darreichungen sind Magnesiumaspartathydrochlorid oder Magnesiumcitrat. Anorganische Kombinationen sind Magnesiumoxid oder Magnesiumcarbonat. Achten Sie auf den Beipackzettel oder die Beschriftung der Verpackung. Bestimmte Produkte sind besonders zur Nahrungsergänzung bei Diabetes geeignet.

Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welches Produkt für Sie oder Ihren Angehörigen geeignet ist.

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Kategorien: Diabetes

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