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Einordnung in die Pflegestufen durch den MDK

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Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) wird zu Ihnen oder Ihrem Angehörigen nach Hause kommen und den Patienten in eine Pflegestufe einordnen. Wir beschreiben Ihnen, was die einzelnen Pflegestufen beinhalten und wie Sie Widerspruch gegen eine zu niedrige Pflegestufe einlegen können.

Pflegestufen und Pflegeleistungen

Wenn Ihr Angehöriger Pflegeleistungen erhalten soll, muss er vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) einer der drei (bzw. vier) folgenden Pflegestufen zugeordnet sein. In jeder der Pflegestufen wird zusätzlich mehrmals wöchentlich Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung wird zu Ihnen oder Ihrem Angehörigen nach Hause kommen und den Pflegebedürftigen in eine Pflegestufe einordnen. Wenn Ihr Angehöriger in die Pflegestufe 0 eingestuft wurde, hat er keinen Anspruch auf die Pflegestufen. Nach der gesetzlichen Definition hat er keinen erheblichen Hilfebedarf. Allerdings kann auch in dieser Pflegestufe ein Betreuungsbetrag, Pflegegeld und/oder Sachleistungen, Verhinderungspflege, wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel in Anspruch genommen werden. Dafür muss jedoch eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung bescheinigt worden sein.

Pflegestufe 1: Erheblich pflegebedürftig

Wenn Ihr Angehöriger Pflegestufe 1 zugeteilt bekommt, gilt er als „erheblich pflegebedürftig“. Ihr Angehöriger benötigt in diesem Fall bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens einmal täglich für einen oder mehrere der genannten Bereiche Hilfe. Bei der Pflegestufe 1 muss die Pflegezeit im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, davon müssen mehr als 45 Minuten auf die Grundpflege entfallen.

Bedingungen für die Pflegestufe 2

Wenn Ihr Angehöriger der Pflegestufe 2 zugeteilt wird, ist er „schwerpflegebedürftig“. In diesem Fall braucht Ihr Angehöriger bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität mindestens dreimal täglich Hilfe. Pflegestufe 2 bedeutet, dass die Pflegezeit im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden beträgt. Davon benötigt die Grundpflege zumindest zwei Stunden.

Pflege rund um die Uhr in der dritten Pflegestufe

Bei Pflegestufe 3 ist ihr Angehöriger „schwerstpflegebedürftig“. Er benötigt Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung und Mobilität – rund um die Uhr. Hier muss für die Pflege im Tagesdurchschnitt fünf Stunden aufgewandt werden. Die Grundpflege allein nimmt davon mindestens vier Stunden der Zeit ein.

Wenn Ihr Angehöriger in die Pflegestufe 0 eingestuft wurde, hat er keinen Anspruch auf die Pflegestufen. Nach der gesetzlichen Definition hat er keinen erheblichen Hilfsbedarf. Allerdings kann auch in dieser Pflegestufe Betreuungsgeld gezahlt werden, wenn auf Ihren Angehörigen verschiedene Kriterien zutreffen.

Pflegestufe zu niedrig? Widerspruch einlegen!

Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihr Angehöriger zu niedrig eingestuft worden ist, können Sie Widerspruch einlegen. Dies muss innerhalb eines Monats geschehen. Die Frist beginnt mit dem Tag des Eingangs des Bescheids. Sie müssen den Widerspruch schriftlich einlegen oder mündlich zu Protokoll geben.

Zunächst müssen Sie keine Gründe angeben, Sie können diese nach dem Auflaufen Ihrer Widerspruchsfrist nachreichen. Sie müssen Ihren Widerspruch jedoch begründen. Ziehen Sie eine Pflegekraft aus einer Sozialstation, den behandelnden Arzt oder einen Rechtsanwalt hinzu. Hilfe können Sie auch von Gewerkschaften oder Sozialverbänden bekommen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.12.2014 aktualisiert.

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