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Endogene Depression – kennen Sie die Symptome?

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Depressionen können einen großen Einschnitt in den Alltag darstellen und die Lebensqualität deutlich vermindern. Zudem wirft die Niedergeschlagenheit Fragen nach den Ursachen der Problematik auf. Wann spricht man dabei von einer endogenen Störung?

Manchmal scheint es ganz klar zu sein, warum Patienten mit Rückzug oder Niedergeschlagenheit reagieren. Das ist dann der Fall, wenn der Störung ein Ereignis vorhergegangen ist, das sehr belastend war. Dann erscheint auch die Therapie einfacher, denn hier helfen Sie Ihren Patienten dabei, mit den Belastungen besser umgehen zu können. Manchmal lassen sich aber keine Gründe für eine Depression finden.

Was ist eine endogene Depression?

In einigen Fällen erkennen Sie an Patienten eindeutige Anzeichen einer Depression – Niedergeschlagenheit, den Verlust von vorher durchaus vorhandenem Interesse für verschiedene Dinge, aber auch der Rückzug von anderen Menschen oder das Gefühl, am Leben keine Freude mehr zu haben.

Mitunter lassen sich aber keine Gründe für die Depression finden. Denn auch wenn in der Pflege oft das Bedürfnis vorhanden ist, die Ursachen eines Verhaltens zu finden, so ist genau das in einigen Fällen sehr schwierig. Trotz sorgfältiger Anamnese finden Sie vielleicht keine belastenden Ereignisse, die ein Auslöser gewesen sein könnten und Ihr Patient beschreibt nur, dass er sich niedergeschlagen fühlt, sich diese Emotionen aber selbst nicht erklären kann. Hier liegt vielleicht eine endogene Depression vor.

Diese Störung zeichnet sich dadurch aus, dass eher "innere" Ursachen eine Rolle spielen, also Gründe, die in der Person liegen und damit endogen sind. Dabei kann das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn verändert sein, beispielsweise bei einem angeborenen Serotoninmangel, aufgrund des im Alter zurückgehenden Hormonspiegels oder als Folge der Einnahme von Medikamenten, die sich ebenfalls auf Prozesse im Gehirn (also zerebrale Prozesse) auswirken.

Was Sie bei der endogenen Depression beachten sollten

Gerade weil viele Symptome einer endogenen Depression vor allem körperlich in Erscheinung treten, kann es schwierig sein, eine richtige Diagnose zu finden. In der Pflege denken Sie bei Gedächtnisproblemen vielleicht zuerst an eine Demenz oder ein Delir. Daher ist es wichtig, dass Sie in diesen Fällen auch an eine Depression denken, insbesondere wenn Ihr Patient zwar vergesslich ist, aber andere geistige Funktionen noch erhalten sind. Ziehen Sie in diesen Fällen einen Psychologen hinzu.

Auch wenn Ihr Patient Schlafstörungen oder Appetitverlust beschreibt, ohne dass hier plausible Ursachen vorliegen, sollten Sie an die endogene Depression denken. Ein hinzugezogener Psychologe kann dann Therapievorschläge unterbreiten, das können etwa eine andere Tagesstrukturierung, ein gewisser therapeutischer Schlafentzug oder das gezielte Einbinden angenehmer Tätigkeiten in den Alltag sein.

Ebenso ist eine medikamentöse Therapie denkbar. Liegt hingegen der Verdacht nahe, dass es sich um Nebenwirkungen einer bestehenden Medikation handelt, so sollte diese ebenfalls überprüft werden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflege

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