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Erinnerungs- und Biografiearbeit mit Gedächtnisinseln macht aktiv

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Das Gespräch mit einem an Demenz erkrankten Angehörigen kann bisweilen schwierig sein und schleppend verlaufen. Oft spielen beim gesunden Gesprächspartner auch persönliche Enttäuschungen oder nicht erfüllbare Forderungen an den alten Menschen eine Rolle. Stärken Sie das Wohlbefinden und die Gedächtnisfähigkeit des Patienten mit der aktiven Biografiearbeit.

Die Altersforschung hat erwiesen, dass sich Menschen mit Demenzen nur über eine sehr begrenzte Zeit konzentrieren können. Kurze Gespräche über gemeinsame Erlebnisse und die persönliche Geschichte des demenzkranken Menschen können helfen, seine Gedächtnisinseln zu entdecken. Das hilft auch dem pflegenden Angehörigen in der Kommunikation mit dem Demenzpatienten. Durch vertraute Gegenstände, Fotografien und Gespräche über Erlebnisse des Patienten können aber nicht nur Erinnerungen wachgerufen werden. Man kann damit auch die geistige und körperliche Wachheit und Aktivität gezielt fördern.

Gedächtnisinseln aktivieren

Die pflegenden Angehörigen kennen das Leben und die Interessen des Demenzpatienten am besten. Fotografien und Alltagsgegenstände wie Erinnerungsstücke können dabei helfen, gemeinsam mit dem Demenzkranken ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen wachzurufen.

Bei dieser sogenannten Biographie- und Erinnerungsarbeit setzt man sich mit dem Patienten zusammen und betrachtet gemeinsam einen Gegenstand oder ein Foto. Eventuell lenkt man das Gespräch auch bewusst auf eine Anekdote aus der Vergangenheit. Häufig wird dadurch das Gedächtnis des Erkrankten aktiviert und er beginnt zu erzählen.

Lassen Sie das Gespräch laufen

Versuchen Sie nicht, den Gesprächsfluss zu stoppen, indem sie korrigierend eingreifen. Fragen Sie besser in Gesprächspausen weiter nach oder lenken das Gespräch in eine vertraute Richtung. Die Erzählungen Ihres Angehörigen werden in den meisten Fällen die Augen zum Leuchten bringen und positive Gefühle hervorrufen. Denken Sie aber auch daran, den Dementen nicht zu überfordern. Nach einer gewissen Zeit sollte das Gespräch nicht künstlich verlängert werden, denn die geistige Anstrengung kann irgendwann ermüdend wirken.

Zehn-Minuten-Aktivierung

In den 1990er Jahren wurde die 10-Minuten-Aktivierung entwickelt. Diese funktioniert mit Gesprächen, aber auch mit vertrauten Gegenständen. Die verwendeten Gegenstände für die Zehn-Minuten-Aktivierung können zum Beispiel aus den Themenbereichen Kochen, Werken, Gartenarbeit oder Wäschepflege stammen.

Wichtig ist dabei, die Zehn-Minuten-Aktivierung an die Biographie des Patienten anzupassen. Dazu werden dem Demenzkranken geeignete Gegenstände – zum Beispiel Topf, Rührlöffel, Nudelholz, Küchentuch, Kartoffelpresse oder vielleicht verschiedene Werkzeuge zur Gartenarbeit – vorgelegt.

Die pflegende Person fordert den Patienten anschließend auf, die Gegenstände anzufassen mit ihnen zu hantieren, sie anzusehen, eventuell auch daran zu riechen oder sie zu schmecken. Verbunden damit kann man dann nach den Erinnerungen fragen, die der Patient mit den Gegenständen verbindet.

Der Umgang mit vertrauten Utensilien kann körperliche und geistige Fähigkeiten wiedererwecken. Durch die Erinnerungsarbeit können Menschen mit Demenzen körperlich und geistig aktiviert werden, ohne sie zu überfordern. Außerdem sollen die Sinne angeregt werden. Effektiv ist die Zehn-Minuten-Aktivierung vor allem dann, wenn sie regelmäßig, am besten täglich, durchgeführt wird.

Literatur

Schmidt-Hackenberg, Ute: Wahrnehmen und Motivieren. Die 10-Minuten-Aktivierung für die Begleitung Hochbetagter. Hannover, Vincentz 1996.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.03.2014 aktualisiert.

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