Erstattung zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel

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Wenn Sie einen Angehörigen zu Hause pflegen, werden Sie von der gesetzlichen Pflegeversicherung unter anderem mit Pflegehilfsmitteln unterstützt, die Sie jeden Monat in einer bestimmten Menge kostenlos bekommen können. Diese sollen die Pflege erleichtern und sowohl den Pflegebedürftigen als auch Sie selbst vor Infektionen und anderen Erkrankungen schützen.

Welche Pflegehilfsmittel werden erstattet?

Pflegehilfsmittel sollen die Pflege daheim sicherer machen, indem sie für die notwendige Hygiene sorgen. Dazu gehören Desinfektionsmittel für die Hände und Schutzhandschuhe sowie Fingerlinge, damit Wunden keimarm bleiben oder Sie sich als Pflegeperson nicht anstecken. Weiterhin helfen Schutzschürzen, die Kleidung sauber zu halten, und ein Mundschutz, der eine Übertragung von Erregern durch Tröpfchen beim Sprechen und Atmen verhindert. Auch Einrichtungsgegenstände wie das Pflegebett, die Toilette und Türklinken müssen eventuell desinfiziert werden. Für das Pflegebett brauchen Sie eventuell saugende Betteinlagen, deren Kosten ebenfalls erstattet werden. Alle anderen Pflegeprodukte müssen vom Arzt verordnet werden, zum Beispiel Inkontinenzmaterial. Diese Kosten übernimmt dann die Krankenkasse.

Wie erhalten Sie die kostenlosen Pflegehilfsmittel?

Die Pflegehilfsmittel nach SGB XI können Sie von verschiedenen Anbietern bekommen. Jedoch geht dies nicht ohne Formalitäten. Zunächst müssen Sie bei der Pflegekasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Dies funktioniert bei jeder Kasse ein wenig anders. Suchen Sie auf der Webseite Ihrer Krankenkasse unter der Rubrik „Pflegekasse“, wie Sie die Pflegehilfsmittel beantragen können. Bei manchen können Sie dies direkt online erledigen, bei anderen Kassen braucht es die Empfehlung einer Pflegefachkraft, um die Leistung zu erhalten.

Anbieter von Pflegehilfsmitteln helfen auch beim Antrag

Wenn Ihnen das zu aufwändig ist, können Sie die Beantragung auch einem Anbieter überlassen, bei dem Sie die benötigten Pflegehilfsmittel bestellen. Sobald die Pflegekasse bestätigt hat, dass sie die Kosten übernimmt, können Sie sich ihren persönlichen Bedarf an Pflegehilfsmitteln zusammenstellen. Bezahlt werden Produkte im Wert von 40,- Euro pro Monat. Für die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel müssen Sie keine Zuzahlungen leisten. Sie werden nur bei Pflegebedürftigkeit ab Pflegestufe 0 erstattet. Die Pflegestufe 0 ist für Personen mit dauerhaft eingeschränkter Alltagskompetenz vorgesehen, zum Beispiel Demenzkranke im Anfangsstadium. Ist der Betroffene nicht in einer Pflegestufe, wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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