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Essen und Trinken bei Schluckstörungen

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Für Pflegebedürftige, die unter Schluckstörungen leiden, stellen Essen und Trinken eine Herausforderung dar, die Konzentration und Anstrengung erfordert. Lesen Sie hier Tipps und Hinweise zur Erleichterung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.

Ruhe beim Essen

Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre bei der Mahlzeit mit ausreichend Zeit. Vermeiden Sie Störungen oder Ablenkungen. Stellen Sie das Telefon auf "lautlos", schalten Sie den Fernseher aus. Eine Mahlzeit in angenehmer Atmosphäre und in Ruhe genossen, kann auch für pflegende Angehörige eine echte Wohltat sein.

Verschieben Sie Unterhaltungen, Sprechen beim Essen kann "Verschlucken" hervorrufen. Stellen Sie Fragen erst, wenn der Bissen vollständig geschluckt und der Mund leer ist.

Essen und Trinken sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden. Es ist für den Betroffenen einfacher, sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren. Animieren Sie Ihren Angehörigen zu gründlichem Kauen und kräftigem Schlucken. Sie tun sich selbst gleichzeitig etwas Gutes, wenn Sie Ihre eigene Mahlzeit nicht zwischen Tür und Angel "schlingen", sondern in Ruhe kauen und schlucken.

Achten Sie auf kleine Portionen, nicht zu hastig abgebissen oder in den Mund geschoben. Ihr Angehöriger sollte den Mund vollständig geleert haben, bevor der nächste Bissen eingenommen wird.

Umgang mit verschiedenen Lebensmitteln

Sämige, dickflüssige Getränke oder Suppen können besser aufgenommen werden als sehr dünne Flüssigkeiten. Dicken Sie Brühen oder Suppen beim Kochen etwas an. Auch Getränke können angedickt werden. Dafür gibt es unterschiedliche Instant-Pulver, die einfach eingerührt werden. Fragen Sie in Ihrer Apotheke danach. Krümelnde Lebensmittel wie Nüsse, Körner oder Zwieback sollten Ihr Angehöriger vermeiden.

Position beim Essen

Ist der Pflegebedürftige bettlägerig, achten Sie auf eine aufrechte Sitzhaltung. Mahlzeiten oder Getränke sollten grundsätzlich nicht im Liegen eingenommen werden. Lassen Sie Ihren Angehörigen nach dem Essen noch mindestens 20 Minuten aufrecht sitzen.

Beendigung der Mahlzeit

Fordern Sie Ihren Angehörigen nach der Mahlzeit auf, noch mehrmals "leer" nachzuschlucken. Es könnten sich noch Reste in der Mundhöhle, dem Kehlkopf und der Speiseröhre befinden. Kontrollieren Sie gegebenenfalls nach Beendigung nach der Mahlzeit, ob sich noch Essensreste im Mundraum befinden.

Hören Sie nach dem Essen auf die Stimme des Pflegebedürftigen – wenn sie sich gurgelnd und belegt anhört, animieren Sie noch einmal kräftig zum Husten und Schlucken.

Verschlucken – Notfallmaßnahmen

Vor allen Dingen bewahren Sie Ruhe, Hektik und Aufregung verschlimmert die Situation. Es sollte so kräftig wie möglich gehustet werden. Dabei sollte kräftig ausgeatmet werden. Trainieren Sie Husten mit Ihrem Angehörigen immer wieder als "Trockenübung". So helfen Sie ihm, sich im Notfall selbst zu helfen.

Klopfen Sie niemals auf den Rücken und heben Sie nicht die Arme des Betroffenen hoch. Die Nahrung rutscht sonst nur tiefer in die Lunge. Zur Unterstützung kann der Brustbereich, nicht der Rücken, kräftig von unten nach oben abgeklopft werden. Der Kopf sollte weit nach vorne gebeugt werden.

Wenn gar nichts hilft, zögern Sie nicht und rufen Sie den Rettungswagen. Dann muss dem Betroffenen geholfen werden, indem die Flüssigkeit oder Nahrungsreste abgesaugt werden. Verbleiben diese in den Atemwegen, kann daraus eine Lungenentzündung entstehen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Schluckstörungen

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