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Exsikkose: Wie erkennen Sie, wenn der Körper austrocknet?

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Pflegebedürftige und kleine Kinder sind besonders gefährdet, bei einer Magen-Darm-Erkrankung regelrecht auszutrocknen. Auch gesunde ältere Menschen neigen dazu, wenig zu trinken. Jedes Jahr müssen viele ältere Menschen stationär wegen Exsikkose (Austrocknung) behandelt werden.

Die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit ist lebenswichtig. Ältere Menschen trinken häufig aus Gewohnheit wenig. Bei Menschen mit Demenz lässt sich die aufgenommene Flüssigkeitsmenge meist nicht nachvollziehen. Treten Infektionserkrankungen mit Fieber oder Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall und Erbrechen auf, kann Flüssigkeitsmangel lebensbedrohlich werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie erkennen können, wann eine Exsikkose droht. Folgende Anzeichen können Sie leicht nachvollziehen. Diese bieten sichere Hinweise auf einen bestehenden Flüssigkeitsmangel.

Stehende Hautfalten: Bilden Sie mit Zeigefinger und Daumen eine Hautfalte auf dem Handrücken oder am Bauch. Bleibt diese stehen, kann es ein Hinweis auf fehlende Körperflüssigkeit sein. Dabei ist zu beachten, dass der Turgor (Hautspannung) bei älteren Menschen geringer ist als bei jungen. Es kann sein, dass gerade bei schlanken Menschen die Hautfalten am Handrücken auch bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr stehenbleiben. Deshalb sollten Sie auch die anderen Anzeichen beachten.

Mund und Zunge: Die Zunge ist trocken und an den Rändern weißlich belegt. Schauen Sie auch unter der Zunge. Normalerweise befindet sich dort ein Speichelsee. Ist die Schleimhaut trocken und sammelt sich kein Speichel unter der Zunge, ist dies ein sicherer Hinweis auf Flüssigkeitsmangel.

Fehlende Schweißbildung: Beim Mangel an Körperflüssigkeit sind besonders die Achselhöhlen sehr trocken, es wird kein Schweiß produziert.

Urinausscheidung: Die Menge des ausgeschiedenen Urins ist deutlich reduziert. Der Urin ist dunkel und trübe und riecht streng.

Blutdruck: Der Blutdruck ist deutlich niedriger als sonst üblich. Betroffene klagen über Schwindel und haben eine erhöhte Sturzneigung.

Verwirrtheit: Flüssigkeitsmangel kann zu Verwirrtheitszuständen führen. Bei Menschen mit Demenz kann der Eindruck entstehen, dass die Demenz sich verschlimmert. Bedenken Sie dabei: Demenz ist eine langsam fortschreitende Erkrankung. Treten plötzlich Symptome auf, spricht dies eher für eine drohende Austrocknung des Körpers.

Allgemeine Schwäche: Menschen, die zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, sind geschwächt. Der Allgemeinzustand ist deutlich reduziert. Betroffene liegen häufig viel, fühlen sich müde und schlapp.

Sprechen Sie mit dem Hausarzt, wenn Ihnen diese Anzeichen auffallen. Schaffen es Betroffene nicht, den Flüssigkeitsmangel durch vermehrtes Trinken auszugleichen, kann zu Hause eine subkutane Infusion angelegt werden. Dazu wird eine dünne Nadel in die Haut des Oberschenkels oder Bauches geschoben.

Die Infusionsflüssigkeit läuft in das Hautgewebe und wird dort resorbiert. Reicht dies nicht aus, ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Meist reichen ein bis zwei Tage aus, um die verlorene Flüssigkeit über Infusionen in die Vene zu ersetzen.

Warum ist Exsikkose so gefährlich?

Unterschätzen Sie das Risiko einer Exsikkose nicht. Bei Durchfallerkrankungen trocknet der Körper sehr schnell aus. Kommt Übelkeit und Erbrechen hinzu, kann die Flüssigkeit nicht ersetzt werden. Die Folgen können lebensgefährlich sein. Das Blut dickt ein, die kann zur Bildung von Blutgerinnseln in den Venen führen und Thrombosen verursachen.

Ebenso steigt das Risiko von Dekubitus oder Pneumonie. Im Extremfall drohen Nieren-, Kreislauf- oder Herzversagen. Auch können Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten auftreten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 07.07.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Praxis der Pflege

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