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Frust macht wütend: Demenzkranke brauchen mehr als Pflege

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Je weiter eine Demenzerkrankung fortschreitet, umso mehr Defizite hat der Betroffene. Wenn Ihrem Angehörigen die alltäglichen Aufgaben nicht mehr gelingen, kann es vorkommen, dass er wütend wird und Sie angreift. Wie können Sie solchen Situationen vorbeugen?

Versetzen Sie sich in den Demenzkranken

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Tisch und haben Hunger. Vor Ihnen steht ein Teller mit einer warmen Mahlzeit, doch Sie können sich nicht mehr erinnern, wie Sie das Stück Fleisch essen sollen. Sie nehmen es in die Hand, aber es ist heiß, also lassen Sie es fallen. Verzweiflung steigt in Ihnen hoch, denn Sie werden immer hungriger.

Links und rechts vom Teller liegen zwei Werkzeuge, doch wozu sind sie da? Sie nehmen eine Erbse und stecken Sie in den Mund. Noch eine und noch eine. Sie werden nicht satt, das Essen dauert so lange. Schließlich werden Sie wütend, fegen den Teller vom Tisch und schreien.

Wutausbrüche: Demenzkranke bemerken ihre Defizite

Vielleicht haben Sie Ihren Angehörigen so oder ähnlich erlebt und nicht gewusst, wie Sie reagieren sollten. Auch bei Ihnen macht sich der Frust breit, denn Ihr Angehöriger kann viele einfache Dinge nicht mehr bewältigen und wird dann richtig sauer. Manche schimpfen, manche kratzen, beißen oder schlagen den Pflegenden.

Bevor es bei Ihnen so weit kommt und sich Angst und Hilflosigkeit einschleicht, sollten Sie wissen, dass Demenzkranke sehr wohl bemerken, dass sie Defizite haben. Leider können sie ohne Ihre Hilfe keinen Ausweg finden. Notieren Sie sich daher, bei welchen Tätigkeiten Ihr Angehöriger Probleme hat, und überlegen Sie möglichst zusammen mit Ihrer Familie, wie Sie ihm die Situation erleichtern können.

Den Demenzkranken nicht isolieren

Vor allen Dingen sollten Sie die Betreuung nicht allein durchführen. Fragen Sie einen befreundeten Nachbarn oder einen Studenten, der sich ehrenamtlich engagiert, ob er mit Ihrem Angehörigen spaziergeht, auch wenn Sie bereits einen ambulanten Pflegedienst haben. Beziehen Sie den Demenzkranken immer wieder in den Ablauf des Alltags ein, selbst wenn er keine große Hilfe ist. Wichtig ist, dass er mit Ihnen zusammen ist und sich nicht abgeschoben fühlt.

Nehmen Sie Ihren Angehörigen mit in die Kneipe und zum Einkaufen, wenn er noch ohne Probleme laufen kann. Machen Sie öfter mal einen Ausflug oder zusammen Urlaub in einem der vielen Pflegehotels für Demenzkranke. Bewegung und neue Eindrücke beleben den Demenzkranken und lenken von seinen Problemen ein wenig ab.

Beugen Sie Frust vor: Erleichtern Sie Ihrem Angehörigen den Alltag

Besprechen Sie in der Familie, wer automatisch welche Aufgaben übernimmt, damit der Pflegebedürftige nicht ständig mit Situationen konfrontiert wird, die er nicht bewältigen kann. Last but not least: Passen Sie die Wohnung oder das Haus auf seine Bedürfnisse an. Bauen Sie Rampen an die Türen, die einen Absatz besitzen. Lassen Sie die Türen offen und befestigen Sie sie, damit sie nicht aus Versehen zufallen.

Unterstützen Sie zurückhaltend

Helfen Sie beim Essen, indem Sie ein Stück Fleisch abschneiden und ihm dann die Gabel in die Hand geben, damit er sie selbst in den Mund stecken kann. Erleichtern Sie ihm das Trinken mithilfe einer Tasse, die zwei Henkel besitzt. Versuchen Sie möglichst, Ihren Angehörigen einen Teil der Tätigkeit selbst durchführen zu lassen, damit er das Gefühl der Selbstständigkeit behält.

Probieren Sie verschiedene Maßnahmen aus, wenn eine Hilfestellung nicht gleich klappt, und stellen Sie sich immer wieder vor, welche Wünsche Sie als Betroffener in der betreffenden Situation hätten. Lassen Sie sich hierzu auch von Ihrem Pflegedienst beraten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.


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