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Gedächtnistraining einfach selbst gestalten

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Ein Gedächtnistraining kann dazu beitragen, die geistigen Fähigkeiten Ihrer Angehörigen lange zu erhalten und zugleich einen Teil des Alltags witzig und unterhaltsam zu gestalten. Wie sollte ein optimales Gedächtnistraining aussehen und wie können Sie es selbst gestalten?

Um die geistigen Fähigkeiten auch im Alter zu erhalten, wird häufig empfohlen, regelmäßig ein kognitives Training durchzuführen. Dabei werden verschiedene Aspekte geistiger Funktionen beansprucht und dadurch auch erhalten.

Da im Ruhestand viele Anforderungen, die etwa vorher im Berufsleben an die Merkfähigkeit gestellt wurden, wegfallen, kann die Fertigkeit, Dinge im Gedächtnis zu behalten, abnehmen. Eine gewisse Vergesslichkeit ist zudem Teil des Alterungsprozesses, mit einem passenden Training können Sie diesem kognitiven Abbau aber ein Stück weit entgegenwirken.

Eine angenehme Atmosphäre für Gedächtnisübungen schaffen

Damit ein Training für das Gedächtnis erfolgreich sein kann, sollte es nicht in Form eines Tests durchgeführt werden. Ansonsten könnten sich Ihre Angehörigen unter Druck gesetzt fühlen oder den Eindruck haben, Sie würden an deren geistigen Fähigkeiten zweifeln. Die Übungen hingegen sollen Spaß machen und als angenehm empfunden werden. Das erreichen Sie etwa, indem Sie das Training nicht mit Zwang verbinden. Ihre Angehörigen sollten nur dann üben, wenn diese das auch möchten und frei entscheiden dürfen, wann wie viel geübt wird.

Sollte die Idee des Trainings auf Widerstand stoßen, dann beharren Sie nicht auf dessen Durchführung, denn das kann Reaktanz, also ein bewusstes "Abwehrverhalten" verursachen. Sie können Ihren Angehörigen stattdessen einige der Übungsblätter geben und darauf verweisen, dass diese sich die Unterlagen gern einmal in Ruhe anschauen können.

Alltagsnähe des Trainings

Am besten eignen sich alltagsnahe Aufgaben, um das Gedächtnis zu trainieren. Hier bleibt auch der negative Test-Charakter aus. So können Sie etwa eine spielerische Einkaufsliste zusammenstellen und hier schrittweise immer mehr "Produkte" einbauen. Im ersten Durchlauf sollen sich beispielsweise vier Artikel gemerkt werden, dann fünf, sechs und mehr.

Hier gilt aber, dass die meisten Personen sich nur sieben bis maximal neun Dinge merken können. Das betrifft auch junge Menschen und ist daher für Ältere umso schwieriger. Anhand der Einkaufsliste können Sie zudem Techniken erläutern, die dabei helfen, sich mehr zu merken.

Solche Techniken sind das Zusammenfassen von einzelnen Artikeln zu Sinneinheiten (z.B. was es in der Gemüseabteilung gibt) oder das gedankliche Verknüpfen von Produkten mit Handlungsabläufen (z.B. was zum Backen eines Kuchens benötigt wird). Darüber hinaus können Sie bei späteren Durchgängen auch einzelne Artikel aus der Einkaufsliste entfernen und die Aufgabe stellen, diese verschwundenen Produkte herauszufinden.

Gedächtnistraining mit Bildern

Besonders unterhaltsam ist oftmals das Gedächtnistraining mit Bildern, insbesondere wenn die Abbildungen aus einem Lebensbereich stammen, der Ihrem Angehörigen viel bedeutet. Wenn Ihr Angehöriger etwa immer viel Freude an der Gartenarbeit hatte, dann können Sie Blumenmotive oder Zeichnungen von Gartengeräten verwenden; war Ihr Angehöriger hingegen ein "Bastler", der sich gern mit technischen Zusammenhängen beschäftigt hat, dann können Sie auch hier passende Motive wählen.

In einem ersten Durchlauf können Sie beispielsweise verschiedene Bilder präsentieren; Aufgabe ist es dabei, möglichst viele davon im Gedächtnis zu behalten. Danach können Sie dann alte (zuvor gezeigte) und neue (nicht gezeigte) Bilder darbieten und Ihren Angehörigen bitten, herauszufinden, welche Motive nun neu hinzugekommen sind.

Ein Training des Gedächtnisses kann so problemlos in den Alltag integriert und durchaus auch unterhaltsam gestaltet werden. Um den Übungen den Ernst zu nehmen und diese spielerisch einzubetten, können auch Sie selbst "Teilnehmer" der Übung werden und einmal selbst
derjenige sein, der Fragen beantwortet und sein Gedächtnis unter Beweis stellt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Demenz

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