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Gutartiger und bösartiger Tumor – was sind die Unterschiede?

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Der Begriff Tumor bezeichnet im weiteren medizinischen Sinne zunächst erst einmal nur eine Schwellung. Diese kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören Entzündungen, Gewebeverletzungen etc. Im engeren Sinne bezeichnet ein Tumor die Neubildung von Körpergewebe durch unkontrolliertes Zellwachstum.

Was versteht man unter einem Tumor?

Der Begriff Tumor ist zunächst wertneutral. Im engeren medizinischen Sinne bedeutet er das unkontrollierte Wachstum körpereigener Zellen. Tumoren werden nach bösartig – maligne und gutartig – benigne unterschieden. Krebserkrankungen gehören zu den bösartigen Tumoren.

Mittlerweile können bereits über die Hälfte der an Krebs Erkrankten dauerhaft geheilt werden. Vor 1980 verstarben noch mehr als zwei Drittel der Betroffenen. Aber auch an gutartigen Tumoren kann man letztendlich versterben. Es kommt auf Lokalisation, Größe und andere Faktoren an.

Beispielsweise können gutartige Hirntumore durch Druck auf die umliegenden Nervenzellen schwere Ausfälle verursachen. Hormonproduzierende Geschwulste können schwerwiegende Erkrankungen bedingen. Zunächst gutartige Tumoren können entarten, das heißt, ihre Merkmale verändern sich und sie werden zu bösartigen Tumoren. Auch gutartige Tumoren müssen genau beobachtet und entsprechend therapiert werden.

Merkmale einer Krebserkrankung

Bösartige Tumoren haben typische Merkmale, die für alle malignen Geschwulste zutreffen:

  1. Krebszellen wachsen infiltrierend. Sie dringen in umliegendes Gewebe ein.
  2. Bösartige Tumorzellen verhalten sich destruierend. Sie zerstören das Gewebe, in das sie eindringen.
  3. Krebstumoren können metastasieren. Sie streuen Tumorzellen in andere Körpergegenden und bilden Tochtergeschwülste (Metastasen).

Eine Gegenüberstellung der Merkmale von gut- und bösartigen Tumoren verdeutlicht die Auswirkungen dieser Eigenschaften.

Wachstum

Gutartige Tumoren wachsen langsam, während bösartige Wucherungen eine rasant schnelle, unkontrollierte Zellvermehrung zeigen. Gutartige Geschwulste wachsen verdrängend, das heißt, mit zunehmender Größe drängen sie umliegendes Gewebe zur Seite. Bösartige Tumoren dagegen wachsen invasiv/destruktiv. Das bedeutet, dass sie in das umliegende, gesunde Gewebe hineinwachsen und es zerstören. Sie „fressen“ sich quasi weiter durch die umliegenden Zellen hindurch.

Abgrenzung zum gesunden Gewebe

Der gutartige Tumor hat eine Kapsel, die ihn eindeutig zum umliegenden Gewebe abgrenzt. Bei einer bösartigen Geschwulst hingegen sind die Tumorgrenzen nicht eindeutig lokalisierbar. Gutartige Tumoren „respektieren“ die Grenzen von Gewebestrukturen und Organen. Das bedeutet, dass sie nicht in andere Organe hineinwuchern. Bösartige Geschwulste hingegen breiten sich aus, ohne dass Begrenzungen wie die Membran (Außenhaut) von Organen oder anderen Gewebestrukturen einen Hinderungsgrund darstellen.

Auch können sich maligne Wucherungen entlang an Nervenbahnen oder durch Blut- oder Lymphgefäße durch den ganzen Körper ausbreiten. Teile des Tumors werden durch Blut oder Lymphe durch den Körper transportiert, können sich an anderer Stelle ansiedeln und einen neuen Tumor bilden.

Das bedeutet für eine operative Therapie, dass bei einem gutartigen Tumor eindeutig dessen Grenzen sichtbar sind. Der Operateur sieht den kompletten Tumor und kann diesen herausschälen. Bei einer bösartigen Geschwulst ist dies nicht eindeutig feststellbar. Es ist häufig nicht sichtbar, ob sich im umliegenden Gewebe bereits Tumorzellen befinden. Bei einer Operation müssen deshalb auch stets anliegende Gewebsteile und Lymphknoten mitentfernt werden.

Verlauf

Gutartige Tumoren stören die normale Funktion von Organen zunächst nicht. Sie sind häufig symptomlos, bilden auch keine Tochtergeschwülste – Metastasen. Erst wenn eine gewisse Größe erreicht ist, können Beschwerden auf Grund der Verdrängung des körpereigenen Gewebes entstehen. Der Allgemeinzustand Betroffener ist meist nur leicht beeinträchtigt. Benigne Geschwulste bilden keine Metastasen. Wurde der Tumor komplett entfernt, kommt es nur in den seltensten Fällen zu Rediziven (Neubildungen).

Bösartige Tumoren hingegen stören die Funktionen von Organen durch Zerstörung des gesunden Gewebes. Sie bilden Metastasen und häufig nach einer Therapie wieder Rezidive. Das Allgemeinbefinden Erkrankter verschlechtert sich deutlich. Gewichtsabnahme, Schwäche, Appetitlosigkeit, unklare Blutungen und Schmerzen zählen zu den Anzeichen von Krebserkrankungen.

Risiko der Entartung gutartiger Gewebsveränderungen

Wenn harmloses Körpergewebe Merkmale eines bösartigen Tumors annimmt, spricht man von Entartung. Auch wenn gutartige Geschwulste zunächst ungefährlich erscheinen, müssen diese doch unbedingt therapiert oder zumindest regelmäßig kontrolliert werden. Zunächst benigne Tumore können sich verändern und maligne werden. So können beispielsweise harmlose Darmpolypen zu Darmkrebs werden. Dasselbe gilt für sämtliche gutartige Wucherungen ob in der Brust, Schilddrüse, auf der Haut oder an anderen Organen.

Das Risiko, an einer Krebsart zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Aus diesem Grunde gilt es, Gewichtsabnahme, unklare Schmerzen oder Schwäche gerade bei älteren Pflegebedürftigen nicht vorschnell als typische Alterserscheinung zu bewerten. Gerade im Alter verbirgt sich häufig eine Krebserkrankung hinter derartigen Beschwerden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 04.11.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Krebserkrankungen

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