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Hinweise auf Schmerzen bei Menschen mit schwerer Demenz

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Menschen mit schwerer Demenz können Ihre Gefühle oder Bedürfnisse häufig nicht selbst zuordnen. Schmerzen beispielsweise werden nicht als solche verstanden, stattdessen besteht ein starkes Unwohlsein. Dieses kann nicht eindeutig und für die Umwelt verständlich geäußert werden. Demenzkranke sind in dieser Situation hilflos und auf die Unterstützung ihrer Bezugspersonen angewiesen.

Älterer Mann mit KopfschmerzenFoto: © geralt | Pixabay.com

Wie Sie Schmerzen bei Ihrem Angehörigen erkennen

Um Hinweise auf Schmerzen zu erhalten, sollten Sie Ihren Angehörigen etwa zwei Minuten lang beobachten. Dies geht am besten, wenn er es nicht bemerkt. Beurteilungen während einer Tätigkeit oder Bewegung sind aussagekräftiger als in Ruhe. Ihre Beobachtung sollten Sie mit einem kompetenten, erfahrenen Arzt besprechen.

Bei Menschen mit schwerer Demenz, die ihre Beschwerden nicht äußern können, muss die Therapie oft nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ erfolgen. Beobachten Sie ihren Angehörigen weiter, wenn er Schmerzmittel erhält. Nimmt das auffällige Verhalten ab, hat Ihr Angehöriger offensichtlich unter Schmerzen gelitten. Sie haben Ihm durch Ihre Aufmerksamkeit sehr geholfen und seine Lebensqualität deutlich verbessert.

Hinweise auf Schmerzen bei Demenzkranken

Die folgenden Hinweise werden von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) bearbeitet. Daran orientieren Sie sich, ob Ihr Angehöriger Schmerzen hat und können auch die Stärke der Schmerzen erkennen.

Atmung

Atmet Ihr Angehöriger laut und angestrengt? Zeigt er Phasen von auffallend schnellen und tiefen Atemzügen? Gibt es Atempausen, hält er die Luft an?

Negative Lautäußerungen

Stöhnt oder ächzt Ihr Angehöriger? Ruft er wiederholt und wirkt beunruhigt? Schimpft er vor sich hin? Weint er ohne offensichtlichen Grund? Aussagekräftig ist Verhalten, wenn Ihr Angehöriger sich unbeobachtet fühlt.

Gesichtsausdruck

Wirkt Ihr Angehöriger besorgt oder traurig? Hat er einen sorgenvollen Blick oder schneidet Grimassen?

Körpersprache

Hat Ihr Angehöriger eine angespannte bis starre Körperhaltung? Läuft er nervös herum, nestelt an seiner Kleidung oder Bettwäsche? Ballt er die Fäuste oder zieht die Knie an? Schlägt er um sich, stößt sie weg oder entzieht sich Ihnen?

Reagiert Ihr Angehöriger auf Trost?

Lässt sich Ihr Angehöriger bei den ersten vier Verhaltensweisen durch Ihre Stimme oder Berührung beruhigen oder ablenken? Dies ist ein Hinweis auf mittelstarke Schmerzen. Lässt sich Ihr Angehöriger nicht berühren und auch nicht durch Ihre Ansprache ablenken oder beruhigen? Dies ist ein Hinweis auf starke bis sehr starke Schmerzen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.03.2016 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz, Schmerzen

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