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Hospizbewegungen: mehr Geborgenheit für Sterbende

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Da das Sterben von alten und/oder schwerstkranken Menschen immer weiter aus dem alltäglichen Leben ausgeklammert wurde, begann in England während der 1960er Jahre eine Gegenbewegung: Die Hospizbewegung wollte das Sterben als einen Teil des Lebens wieder sichtbar machen, der Patient sollte sich bis zum Tod geborgen und selbstbestimmt fühlen. Wie sieht die Arbeit einer Hospizbewegung heute aus?

HospizFoto: © Counselling | Pixabay.com

Der Sterbende erlebt Geborgenheit im Kreis seiner Familie

Die Arbeit einer Hospizbewegung findet nicht notwendigerweise in einem Hospiz statt. Sie kann und soll besonders in ambulanter Form für den sterbenden Menschen, seine Verwandten und Freunde zu Hause da sein. Statt in einem Klinikbetrieb zu verkümmern, verbringt der Sterbende seine letzten Tage und Wochen im Kreis seiner Familie. Damit dies gut funktioniert, steht ein geschultes Team zur Verfügung, um den Sterbenden zu pflegen, ihn und seine Angehörigen zu begleiten und zu beraten.

Ein ganzes Team der Hospizbewegung steht Ihnen zur Seite

Das Team besteht aus Ärzten, Pflegepersonal, Seelsorgern, Sozialarbeiter/innen, Krankengymnasten, Psychologen und ehrenamtlichen Helfern, denn die Versorgung eines sterbenden Menschen braucht spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten. Ärzte und Pflegepersonen sind vor allem in der Palliativpflege ausgebildet, um unerträgliche Symptome, vor allem Schmerzen, kompetent zu behandeln. Rund um die Uhr sind ehrenamtliche Helfer an der Seite des Patienten und um Sie als pflegende Angehörige zu entlasten. Auch nach dem Tod Ihres Angehörigen werden Sie bei Ihrer Trauerarbeit unterstützt.

Wie sieht die Arbeit einer Hospizbewegung aus?

Die Hospizbewegung betrachtet den sterbenden Menschen ganzheitlich und geht sowohl auf seine körperlichen und psychischen als auch auf seine spirituellen Bedürfnisse ein. Um die Lebensqualität des Sterbenden zu erhöhen, berät die Hospizbewegung Sie als pflegende Angehörige und gibt Ihnen Tipps, wie Sie ihn am besten in häuslicher Umgebung pflegen und mit ihm umgehen sollten.

Hat der Patient Schmerzen, wird er von einem Arzt betreut, der auf Schmerztherapie spezialisiert ist. Auch Sie selbst bekommen Hinweise, damit Sie dieser Situation gestärkt und mit möglichst positiven Gefühlen gegenüberstehen, denn nur so kann sich der Sterbende geborgen fühlen. Das gilt in besonderem Maße für die Betreuung von Demenzkranken.

Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer

Begleitet werden Sie dabei von ehrenamtlichen Helfern, die Sie bei der Pflege unterstützen, Ihnen zuhören und am Bett des Sterbenden Sitzwache halten. Sie lesen vor und sprechen mit ihm, soweit das noch möglich ist. Sollte der Pflegebedürftige im Krankenhaus versorgt werden müssen, sind die ehrenamtlichen Helfer auch dort aktiv. In akuten Phasen steht Ihnen die Palliativ-Pflege zur Seite.

Ehrenamtliche Helfer werden übrigens ausführlich in allen notwendigen Bereichen geschult, damit sie ihre Tätigkeit mit der gebotenen Sensibilität ausüben können. Hospizbewegungen gibt es in vielen Städten – scheuen Sie sich nicht, sie in Anspruch zu nehmen!

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.12.2016 aktualisiert.

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