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Ihr Angehöriger mit Demenz verlässt die Wohnung


Im Verlauf einer demenziellen Erkrankung können die Betroffenen einen sehr ausgeprägten Lauf- und Bewegungsdrang entwickeln. Im Volksmund wird dieser als Hinlauf- und/oder Weglauftendenz bezeichnet. Für Angehörige kann es sehr schwer sein, damit umzugehen.

Ihre Angst um den demenziell Erkrankten

Pflegende Angehörige haben verstärkt das Gefühl, jede Minute mit dem Erkrankten verbringen zu müssen, weil sie befürchten, er könne sich selbst oder andere gefährden, wenn er unbeaufsichtigt das Haus verlässt.

Nicht immer ist es möglich, den Laufdrang eines Menschen mit Demenz völlig abzustellen. Wir stellen Ihnen aber ein paar Möglichkeiten vor, die die Situation etwas erleichtern können:

  • Schaffen Sie tagsüber ausreichend Gelegenheiten für ausgedehnte Spaziergänge und weitere körperliche Aktivitäten (beispielsweise Sport). Dies lenkt den Erkrankten ab und verschafft gleichzeitig Bewegung.

  • Legen Sie eine dunkle Fußmatte vor die Türe. Aufgrund des eingeschränkten visukonstruktiven Sehens wird der Demenzkranke glauben, es handelt sich um ein Loch und so nicht darüber laufen. Dies funktioniert natürlich nur, wenn sich die dunkle Matte ausreichend vom restlichen Bodenbelag abhebt.

  • Eine andere Möglichkeit ist die, die Türe beispielsweise mit einem Vorhang oder einer bedruckten Folie (etwa mit Büchern darauf) zu versehen. Der Mensch mit Demenz erkennt die Tür dann nicht mehr als Tür.

  • Auch wenn es sich nicht immer umsetzen lässt, aber der Bewegungsdrang sollte möglichst nicht unterdrückt werden. Wenn der Erkrankte nach draußen drängt, nehmen Sie sich gegebenenfalls Zeit und gehen Sie mit.

  • Mobile Ortungsgeräte (Armbänder, Chips in Schuhen) oder Handys können dazu beitragen, Menschen wiederzufinden, die sich verlaufen haben. Allerdings gibt es nach wie vor eine ethische Diskussion über diese Vorgehensweise. Wie weit kann man in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen mit Demenz eingreifen und seine Freiheit beschneiden?

  • Durch Kennzeichnung in Kleidung (Schildchen oder Kleiderstift) sorgen Sie dafür, dass Dritte die Identität des Betroffenen ermitteln können, wenn er sich verlaufen hat.

  • Halten Sie für alle Fälle ein aktuelles Foto des Erkrankten bereit, falls er sich doch verirrt und gesucht werden muss.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

 

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