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Implantierte Defibrillatoren: Vorsicht beim Sterbeprozess

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Ein implantierter Defibrillator (ICD) kann mit adäquaten, elektrischen, schmerzhaften Schocks Leben retten. Am Lebensende kann er aber auch zur Qual werden. Er sendet auch während des Sterbeprozesses Schocks aus. Lassen Sie deshalb den implantierten Defibrillator rechtszeitig abschalten.

Implantierte Defibrillatoren sind ein komplexes Thema

Die Mehrzahl der Ärzte befürwortet eine Information der Patienten über die Möglichkeit einer Deaktivierung und deren Gründe schon zum Zeitpunkt der Implantation.

Sie unterstellen auch, dass die Träger von ICDs und ihre Angehörigen ausreichend informiert sind. Doch die Patienten und ihre Angehörigen beklagen, dass sie die Technik und ihre Probleme unzureichend verstehen und erwarten, dass die behandelnden Ärzte geeignete Maßnahmen vorschlagen.

Die Ärzte wiederum scheuen sich, dieses delikate Thema bei ihren Patienten anzusprechen. Zumal viele Patienten die Bedeutung dieser Geräte am Lebensende überschätzen, häufig genug eine komplexe psychologische Beziehung zu dieser Technik entwickelt haben und deren Funktion erhalten möchten.

Implantierte Defibrillatoren bei Herzrhythmusstörungen

ICDs sind die Standardtherapie bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Weil sie den Herztod infolge Rhythmusstörungen erfolgreich verhindern, nähern sich viele solcher Patienten ihrem Sterbeprozess infolge ganz anderer, nur palliativ behandelbarer Krankheiten.

Die Diskussion um die Deaktivierung von ICDs am Lebensende wurde durch einen schockierenden Leserbrief an eine Fachzeitschrift angestoßen: Ein Patient wurde mit funktionstüchtigem ICD in häusliche palliative Pflege verlegt. Die Ehefrau berichtete, dass ihr Mann in ihren Armen verstorben sei, während das Gerät 33 Schocks abgab und sich so erhitzte, dass die Haut verbrannte.

Sorgen Sie rechtzeitig für die Abschaltung, um unnötiges Leid zu vermeiden

Seither wird dieses Thema intensiv diskutiert. Es gibt inzwischen auch Leitlinien und detaillierte Protokolle von Fachgesellschaften für die Deaktivierung von ICDs. Trotzdem bleibt die Abschaltung ein heikles Problem für jeden Arzt, der einen Sterbenden betreut.

Er muss seinem Patienten erklären, dass das Gerät, das ihm als Lebensretter empfohlen wurde, nun plötzlich abgestellt werden soll. Und dann hat er nicht die Erfahrungen und die Mittel (Magnet) für die Deaktivierung und muss einen Mitarbeiter der Herstellerfirma oder einen Kollegen aus der Kardiologie zum Hausbesuch bitten. Bleiben Sie als Angehöriger hartnäckig. Sorgen Sie dafür, dass der Defibrillator rechtzeitig ausgeschaltet wird.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.03.2014 aktualisiert.

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