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Inhaltliche Denkstörungen erkennen und behandeln

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Wahn und Zwangsgedanken sind zwei Merkmale von Störungen des Denkens, die bei Betroffenen zu großen Beeinträchtigungen im Alltag führen können, aber auch von Angehörigen nur schwer nachvollzogen werden können. Die Symptome gelten als Beispiele für inhaltliche Denkstörungen. Was zeichnet diese Beeinträchtigungen aus? Wie können Sie Ihrem Angehörigen helfen?

Neben formalen Denkstörungen können auch inhaltliche Beeinträchtigungen des Denkens bei psychischen Störungen oder kognitiven Beeinträchtigungen auftreten. Hier sind vor allem gedankliche Vorstellungen vorhanden, die entweder deutlich von der Realität abweichen oder auch von den Betroffenen selbst als unangemessen eingeschätzt werden.

Was sind inhaltliche Denkstörungen?

Genau wie die formalen Denkstörungen werden auch die inhaltlichen Abweichungen des Denkens nach dem System der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP) beschrieben. Demnach liegen entsprechende Beeinträchtigungen der gedanklichen Abläufe dann vor, wenn Wahrnehmungen falsch interpretiert werden, Wahnvorstellungen bestehen oder bestimmte Dinge wiederholt gedacht werden, obwohl dies den Betroffenen unangenehm ist und sie die entsprechenden kognitiven Inhalte als Bedrohung wahrnehmen.

Beispiele für Zwangsgedanken

Gerade bei Zwangserkrankungen spielen Intrusionen eine große Rolle. Dies sind Zwangsgedanken, die sich in das Bewusstsein drängen und als unangemessen bzw. unerwünscht empfunden werden. Betroffene wollen nicht an diese Vorstellungen denken, haben aber den Eindruck, nichts dagegen tun zu können.

Dabei werden unerwünschte Gedanken von vielen berichtet, wobei sich Zwangsgedanken vor allem mit eine negativen Wertung noch intensivieren. D. h. dann, wenn eine gedankliche Vorstellung als negativ betrachtet und daher bewusst vermieden wird, erhöht sich ihre Auftretenswahrscheinlichkeit.

Wahnvorstellungen

Eine andere Form der inhaltlichen Denkstörungen sind Wahnvorstellungen. Hierbei handelt es sich um Vorstellungen oder Überzeugungen, an denen Betroffene festhalten, auch wenn es deutliche Gegenbeweise gibt, die eigentlich zeigen, dass keine Übereinstimmung mit der Realität vorliegt.

Der Wahn kann daher vom Betroffenen nicht hinterfragt werden, er lässt keine Gegenbeweise gelten und kann sich nicht vorstellen, dass diese Wahnvorstellungen unangemessen sein könnten. Ein Beispiel ist etwa der Beeinträchtigungswahn, bei dem Patienten glauben, von anderen bedroht oder verfolgt zu werden (z. B. der Glaube, vom Pflegepersonal vergiftet zu werden).

Wie helfen Sie Ihrem Angehörigen?

Die inhaltlichen Denkstörungen können etwa bei Psychosen, einer Schizophrenie oder auch kognitiven Störungen (z. B. einer Demenz) auftreten. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Angehöriger unter einer inhaltlichen Denkstörung leidet, sollten Sie mit ihm einen Psychiater aufsuchen. Die Methoden des therapeutischen Gesprächs können meist nicht den festen Glauben an realitätsferne Überzeugungen durchbrechen. Aus diesem Grund steht die medikamentöse Therapie im Vordergrund.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Krankheiten

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