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Kann man Stereotypien bei Demenzkranken reduzieren?

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Wenn eine Demenzkranker bestimmte Handlungen ständig wiederholt, spricht man von einer Stereotypie. Die jeweilige Handlung findet kein Ende, sie beginnt immer wieder von vorn. Kann der Demenzkranke noch sprechen, stellt er immer wieder die gleichen Fragen oder wiederholt die Sätze. Für Sie als Angehörige ist das sehr anstrengend. Lässt sich eine Stereotypie unterbrechen?

Was sind Stereotypien?

Stereotypien entstehen aufgrund von Gedächtnisstörungen. Der Demenzkranke weiß nicht mehr, wie er einen Vorgang beenden kann, was er gerade tun wollte oder wohin er gehen möchte. Der Betroffene schaukelt mit dem Oberkörper vor und zurück, wandert unruhig im Haus umher, wobei er immer die gleiche Strecke geht und eventuell sogar einzelne Schritte wiederholt. Er zieht gleiche Kleidungsstücke übereinander und wieder aus, packt Dinge ein und aus. Er gibt die gleichen Sätze, Worte oder Geräusche von sich, bis Sie es nicht mehr hören können.

Versuchen Sie, die Stereotypien zu unterbrechen

Wer diese Stereotypien erlebt, weiß, wie Nerv tötend sie sind, denn sie lassen sich beim besten Willen nicht ignorieren. Meist lässt sich wenig dagegen ausrichten, dennoch können Sie versuchen, mit einigen Tricks die sich ständig wiederholenden Handlungen zu reduzieren:

  1. Helfen Sie Ihrem Angehörigen, die jeweilige Handlung zu beenden, indem Sie ihm zum Beispiel den Waschlappen aus der Hand nehmen, mit dem er sich ständig wäscht, oder die Unterhosen an einen Ort räumen, den er nicht erreichen kann.
  2. Lenken Sie ihn ab und geben Sie ihm eine kleine Aufgabe, die er bewältigen kann.
  3. Bevor Ihr Angehöriger den ganzen Kleiderschrank ausräumt, geben Sie ihm einen Koffer oder eine Tasche und eine begrenzte Anzahl von Kleidungsstücken, die er ein- und auspacken kann.
  4. Verschaffen Sie Ihrem Angehörigen viel Bewegung, wenn er noch laufen kann. Gehen Sie mit ihm spazieren oder bitten Sie einen ehrenamtlichen Helfer, öfter mit ihm an die frische Luft zu gehen. Vielleicht wird er ruhiger, wenn er vom Laufen müde geworden ist.
  5. Wiederholt der Pflegebedürftige eine harmlose Bewegung, die Sie nicht unterbrechen können, zum Beispiel wenn er eine imaginäre Fliege fängt, schauen Sie nicht ständig hin und versuchen Sie, diese Bewegung als normal zu betrachten.

Wenn nichts mehr geht und die Stereotypien unerträglich geworden sind, fragen Sie den Arzt, ob eine gut verträgliche Medikation zumindest zeitweise eingesetzt werden kann.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

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