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Kleinste Lageveränderungen haben große Wirkung

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Das Druckgeschwür, das Wundliegen oder im Fachterminus der Dekubitus genannt, stellt in der häuslichen Pflege oft ein großes Problem bei der pflegerischen Versorgung dar. Der bewegungseingeschränkte oder immobile Pflegebedürftige, der seine Lage nicht mehr oder nur ungenügend selbst verändern kann, muss gelagert, umgelagert, mobilisiert und bewegt werden. Was Sie als pflegender Angehöriger tun können, lesen Sie hier.

Micro-Bewegungen oder Micro-Lagerungen

Kleine sogenannte Micro-Bewegungen oder Micro-Lagerungen helfen Ihnen, besonders gewebeschonend nicht nur den Auflagedruck durch kleine Bewegungen zu reduzieren, sondern die Eigenbewegung des Pflegenden zu erhalten und zu fördern. Dadurch wird das Auftreten von Kontrakturen, Thrombosen und Druckgeschwüren verhindert.

Lageveränderungen mit einem Handtuch

Sie brauchen dafür keine besonderen Hilfsmittel. Hier einige Tipps, wie Sie mit einem normalen weichen Handtuch die Micro-Lagerung durchführen können. Sie können diese Art der Lagerung auch bei sich selbst ausprobieren, um die Wirksamkeit zu erfahren.

Micro-Lagerung, Micro-Bewegung bei Pflegenden, die über einen längeren Zeitraum im Rollstuhl sitzen

Falten Sie ein Handtuch 3-4 mal und legen Sie dieses z. B. unter den linken Oberschenkel des Pflegebedürftigen im Rollstuhl. Zusätzlich legen Sie ein anderes gefaltetes Handtuch oder ein kleines Kissen in den Lendenwirbelbereich, dies bringt mehr Stabilität, mehr Sitzkomfort und wirkt den Schwerkräften entgegen.

Der Druck wird über der linken Gesäßhälfte verringert und die Gelenke werden geringfügig bewegt. Je nachdem, wie der Pflegebedürftige diese Bewegungsveränderung akzeptiert, wechseln Sie das Handtuch unter dem rechten Oberschenkel.

Je häufiger die Micro-Lagerung durchgeführt wird, desto näher kommt man an das physiologische Bewegungsmuster eines Gesunden. Um besser an die jeweiligen Oberschenkel des Pflegebedürftigen im Rollstuhl zu kommen, können Sie das jeweilige Seitenteil des Rollstuhls entfernen und anschließend wieder anbringen.

Lageveränderungen bei Pflegebedürftigen, die über einen längeren Zeitraum im Bett liegen

Bei jedem Pflegekontakt legen oder schieben Sie das gefaltete Handtuch z. B. im Uhrzeigersinn unter den Kopf, kurze Zeit später unter der Schulter, danach rollen Sie das Handtuch und schieben es seitlich unter das Becken, danach unter das Knie und danach unter die Ferse. Weiter auf der anderen Körperseite.

Diese Art des Lagerungswechsels eignet sich besonders gut für Schmerzpatienten oder den nächtlichen Positionswechsel. Sie können somit schnell und sanft Lageveränderungen durchführen und gleichzeitig wird der Pflegebedürftige minimal bewegt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Dekubitus

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