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Kombinationsleistung: So errechnet sich der Pflegegeldanteil

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Die Kombinationsleistung kann gewählt werden, wenn ein Angehöriger und ein Pflegedienst sich die Betreuung und Pflege eines Pflegebedürftigen teilen. Sie muss von der Pflegekasse berechnet werden und ist erst einmal schwer zu durchschauen.

Kombinationsleistung: Pflegesachleistung + Pflegegeldleistung

Wenn Sie sich die Pflege Ihres Angehörigen mit einem Pflegedienst teilen, teilen Sie sich – dem individuellen Einsatz entsprechend – auch die Leistungen der Pflegeversicherung. Beim Pflegedienst handelt es sich um die ausgezahlte Pflegesachleistung und Ihnen gegenüber um die ausgezahlte Pflegegeldleistung. Die Kombinationsleistung muss errechnet werden, denn Sie bekommen nicht einfach den „unverbrauchten“ Anteil der Pflegesachleistung ausgezahlt.

Wie errechnet sich die Kombinationsleistung?

Wenn die Hilfeleistungen bei Ihrem Angehörigen von einem Pflegedienst und von Ihnen ausgeführt werden, rechnet der Pflegedienst seine Leistung (Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI) direkt mit der Pflegekasse ab. Dafür steht dem Pflegebedürftigen je nach Pflegestufe ein Festbetrag zur Verfügung.

Wenn Ihr Angehöriger sich für eine Kombinationsleistung nach § 38 SGB XI entschieden hat, wird die „verbrauchte“ Pflegesachleistung mit dem Anspruch auf das Pflegegeld verrechnet. Das bedeutet dass er ein anteiliges Pflegegeld nach § 37 SGB XI bekommt, wenn er die ihm zustehende Sachleistung nur anteilig in Anspruch nimmt. Der ausgezahlte Pflegegeldbetrag ist abhängig vom Prozentsatz der verbrauchten Pflegesachleistung.

Kombinationsleistung: Beispielrechnung

Zuerst berechnet die Pflegekasse, wie viel Prozent von der Sachleistung durch den Pflegedienst ausgeschöpft ist:

Bei Pflegestufe II beträgt der Festbetrag für die Sachleistung 1144 Euro.
Der Pflegedienst rechnet 686,40 Euro (von 1144 Euro) ab.
Das sind 60 Prozent der Pflegesachleistung.
40 Prozent der Pflegesachleistung wurden noch nicht verbraucht.
Bei Pflegestufe II stehen dem Pflegebedürftigen grundsätzlich 458 Euro Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegepersonen zu, wenn er keinen Pflegedienst beauftragt.
Die Pflegesachleistung ist durch den Pflegedienst zu 60 % verbraucht. Es bleiben 40 % übrig – vom Pflegegeld.
40 % von 458 Euro = 183,20 Euro Pflegegeld werden ausgezahlt.

Die Pflegekasse zahlt als Kombinationsleistung also 686,40 Euro (60% Pflegesachleistung) an den Pflegedienst und 183,20 (40% Pflegegeld) an Ihren pflegebedürftigen Angehörigen mit Pflegestufe II.

Die Kombinationsleistung ist dann sinnvoll, wenn Sie den Pflegedienst für Aufgaben einsetzen, die Sie selbst nicht erledigen können, wie etwa das Duschen oder Baden Ihres Angehörigen oder die Mobilisation aus dem Bett.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Pflegegeld

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