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Kommunikation mit Alzheimer-Kranken im späten Stadium


Je weiter eine Demenz-Erkrankung fortschreitet, desto geringer werden die Fähigkeiten des betroffenen Menschen. Da eine Kommunikation durch die Sprache mit Demenzkranken kaum noch möglich ist, können Sie jedoch auf andere Weise einen intensiven Kontakt herstellen und Ihrem Angehörigen eine angenehme Stimmung vermitteln.

Die Sprachfähigkeit reduziert sich

Bevor sich die Krankheit so weit verschlechtert, dass der Betroffene rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen ist, erlebt er eine Phase, in der er äußerst unruhig ist. Während sich die Sprachfähigkeit auf wenige kurze Worte oder Laute reduziert hat, sind viele Demenzkranke mit ihren Händen aktiv und zupfen an allem Möglichen herum.

Typisch sind Wortwiederholungen: Wenn man den Patienten etwas fragt, antwortet er immer das Gleiche. Um ein Gespräch leichter zu gestalten und dem Kranken Versagensängste zu nehmen, stellen Sie einfache kurze Fragen, die er nur mit „Ja“ beantworten kann.

Kommunikation mit Demenzkranken: Berührungen statt Worte

Später können sich die Patienten gar nicht mehr äußern, daher sind Gespräche im herkömmlichen Sinn nicht mehr möglich. In diesem Stadium sind Demenz-Kranke wie in einen Kokon eingeschlossen, in den nur ab und zu ein kleiner Erinnerungsfetzen eindringt. Dennoch können Sie einen Kontakt zu Ihrem Angehörigen herstellen, indem Sie ihn streicheln, die Hand halten und ihm freundlich zulächeln. Auch wenn er Sie nicht mehr erkennt, empfindet er Ihre Anwesenheit als angenehm und „irgendwie“ vertraut.

Musik hilft beim Erinnern

Eine weitere Kommunikationsbrücke ist Musik. Suchen Sie Stücke heraus, die Ihr Angehöriger vor allem in jungen Jahren gern gehört hat und spielen Sie sie ihm vor. Wenn Sie mögen, singen Sie Kinderlieder und lesen aus Büchern vor, die er am liebsten mochte. Auch wenn er Ihre Worte nicht verstehen kann, so vermitteln Sie ihm doch eine Stimmung, die ihn beruhigt und aufheitert. Wenn Sie dagegen gereizt oder wütend sind und entsprechende Äußerungen machen, wird der Demenzkranke dies sehr wohl erkennen.

Demenzkranke immer respektvoll behandeln

Irgendwann ist das Bewusstsein so stark eingeschränkt, dass der Kranke seinen eigenen Körper als fremd betrachtet. Es wirkt auf Sie als Angehörigen ein wenig, als hätte der Patient seinen Körper bereits verlassen. Auch wenn sich der Patient in dieser Phase nicht anders verhalten kann als ein Kind, behandeln Sie ihn trotzdem genauso respektvoll wie einen gesunden Erwachsenen.

Nicht wenige Menschen, darunter auch Pflegepersonal, sprechen zu dementen oder alten, pflegebedürftigen Patienten manchmal wie mit einem ungezogenen Kind. Das ist unwürdig und produziert ein schlechtes Gefühl.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Alzheimer

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Alzheimer

Alzheimer ist eine meist langsam fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems die in ihrer häufigsten Form bei Personen über dem 65. Lebensjahr auftritt und für ungefähr 60 Prozent der Demenzerkrankungen verantwortlich ist. Charakteristisch ist eine zunehmende Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit, die in der Regel mit einer Abnahme der täglichen Aktivitäten und Verhaltensauffälligkeiten einhergeht.

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