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Kommunikation mit Demenzkranken: Einfühlsame Gespräche mit verblüffender Wirkung

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Es ist gar nicht so einfach, sich Zutritt zu der Welt zu verschaffen, in denen Demenzkranke leben. Wenn eine Mutter das eigene Kind nicht mehr erkennt, wenn die demenzerkrankte Ehefrau ihren Ehemann für einen Dieb hält. In dieser Situation die richtigen Worte zu finden und entsprechend zu reagieren, ohne dass die Situation eskaliert, ist oft nicht einfach.

Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit Demenzkranken

Doch eine wertschätzende Kommunikation und entsprechendes Verhalten ermöglicht ihnen den Zugang zu Menschen mit Demenz, sodass der Umgang mit ihnen leichter wird. Angehörige können so kränkende Äußerungen von Demenzkranken und Verhaltensweise, die nicht direkt nachvollziehbar sind, richtig einordnen, um diese nicht persönlich zu nehmen.

Man geht davon aus, dass alles was ein Demenzkranker tut, für ihn einen bestimmten Zweck und Sinn erfüllt. Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, die möglichen Ursache und die Hintergründe für dieses oft seltsames Verhalten herauszufinden. Dazu bedarf es das Wissen über seine Vergangenheit, seine Sorgen und Nöte inklusive seiner Biographie.

Gerade Sie als Angehöriger kennen ihren Pflegenden besonders gut und besitzen somit diese notwendigen Informationen um herauszufinden, was hinter diesem seltsamen Verhalten steckt. Ist der Demenzkranke z. B. bei einem Gewitter sehr unruhig und möchte das Haus verlassen, liegt es vielleicht daran, dass er früher alles rund ums Haus noch einmal kontrolliert hat, damit nichts passiert.

Akzeptieren Sie den Demenzkranken in seiner aktuellen Gefühlswelt

Versuchen Sie, den Demenzkranken in seiner aktuellen Gefühlswelt zu akzeptieren, z. B. ihn in seiner Verwirrtheit anzunehmen, seine Angst zu verstehen, den Zorn und den Ärger ernst zu nehmen sowie ihn in seiner Hilflosigkeit zu unterstützen.

Für den Demenzerkranken sind diese negativen Gefühle in solchen Situationen ebenfalls fürchterlich. Treten Sie ihm dabei respektvoll entgegen und bestätigen Sie die Gefühle. „Du hast Angst und Sorge, dass draußen etwas passiert. Ich war schon draußen habe alle geprüft, es ist alles in Ordnung!“ Gegenargumente oder Zurechtweisungen wie z. B. „Du kannst doch bei so einem Wetter nicht raus gehen!“ arten oft in Missverständnissen und Streit aus.

Manchmal hilft Ablenkung

Eine weitere wirksame Methode ist, den Demenzkranken auf ihm wichtige Lebensthemen anzusprechen bzw. abzulenken. „Komm, lass uns Schach spielen, morgen sieht die Welt schon besser aus!“ oder „Lass uns jetzt schlafen gehen, morgen schauen wir nach, ob alles in Ordnung ist“.

Wichtig ist ebenfalls den Demenzkranken zu loben, zuzustimmen und seine Werte zu bestätigen. „Du hast schon immer ein großes Verantwortungsgefühl gehabt!“ oder „Du hast dich schon immer um alles gekümmert, hast immer darauf geachtet, dass nichts kaputt geht!“

Auch das ruhige Singen eines alten, vertrauten Liedes regt viele Demenzkranke zum Mitsingen an. Gefühle, die von Angehörigen bzw. Pflegenden ignoriert oder vernachlässigt werden, spitzen sich zu und können sehr bösartig werden. Wenn Sie jedoch den Demenzerkranken ernst nehmen und die mögliche Ursache herausfinden werden diese Gefühle beschwichtigt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 04.09.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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