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Kopfverletzung nach einem Sturz – darauf müssen Sie unbedingt achten!

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Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen fallen ältere Menschen, die Hälfte der über 80-jährigen mindestens einmal im Jahr. Viele Stürze gehen glimpflich aus. Besondere Vorsicht ist allerdings geboten, wenn ältere Menschen auf den Kopf fallen. Häufig sind zunächst keine Verletzungen offensichtlich. Lesen Sie hier, worauf Sie unbedingt achten müssen, wenn Ihr Angehöriger mit dem Kopf aufgeschlagen ist.

Blutende Kopfplatzwunden: Bewahren Sie Ruhe!

 

Die meisten Kopfverletzungen gehen glimpflich aus und heilen schnell und ohne Komplikationen ab. Meist handelt es sich dabei um Platzwunden, Hämatome oder „Beulen“. Allerdings bluten Platzwunden am Kopf häufig stark und versetzen die Beteiligten in Angst und Schrecken.

Die wichtigste Regel lautet daher: Bewahren Sie Ruhe. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die Situation. Legen Sie der verletzten Person ein Kopfkissen unter, damit sie gut liegt oder setzen Sie sie bequem in einen Sessel. Wischen Sie das Blut ab, damit Sie die Wunde sehen können. Auch kleine Wunden von wenigen Millimetern können stark bluten und allen Beteiligten einen gehörigen Schrecken einjagen. Drücken Sie ein Papiertaschentuch auf die Wunde und legen Sie ein Coolpack auf. Die Blutung sollte nach kurzer Zeit versiegen. Nimmt die gestürzte Person ASS 100 oder Blutgerinnungshemmer ein, kann es etwas länger dauern.

Ist die Wunde länger als 1 cm oder klafft auseinander, sollten Sie einen Unfallarzt oder die chirurgische Ambulanz im Krankenhaus aufsuchen. Dann kann es erforderlich sein, dass die Platzwunde genäht oder geklebt wird. Rufen Sie am besten vorher dort an und kündigen Sie Ihren Besuch an. Dies kann die Wartezeit erheblich verkürzen.

Wie erkennen Sie eine Gehirnerschütterung?

 

Ein Sturz auf den Kopf birgt stets das Risiko einer Gehirnerschütterung. Bei einer Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) sind die Nervenzellen durch die äußere Gewalteinwirkung vorübergehend in ihrer Funktion gestört. Sie geht meist einher mit einer Bewusstlosigkeit von einigen Sekunden bis zu weniger als 30 Minuten. Waren Sie beim Sturz nicht selbst zugegen, können Sie nicht wissen, ob eine Bewusstlosigkeit vorlag.

Befragen Sie daher Ihren Angehörigen nach dem Hergang des Unfalls, Übelkeit, Schwindel oder starken Kopfschmerzen. Hat die gestürzte Person keine Erinnerung an den Sturz oder zeigt sie die anderen Symptome, sollte in jedem Fall eine Abklärung im Krankenhaus erfolgen. Besonders Menschen mit Demenz, die keine Aussage machen können, sollten nach einem Sturz auf den Kopf grundsätzlich ärztlich untersucht werden.

Im Krankenhaus wird zunächst eine Röntgenuntersuchung des Kopfes gemacht, um eine Verletzung des Schädels auszuschließen. Weiterhin erfolgt eine neurologische Untersuchung und je nach Ausprägung der Symptome eine Messung der Hirnströme (EEG), MRT oder CT. Dabei geht es darum, eine Blutung oder Schwellung (Ödem) im Gehirn auszuschließen. Die Behandlung einer Gehirnerschütterung erfolgt in der Regel durch Bettruhe, Schonung und bei Bedarf einer leichten Schmerztherapie.

Worauf sollten Sie nach einer Kopfverletzung achten?

 

Auch wenn die gestürzte Person aus der Ambulanz nach Hause entlassen wurde, muss sie in den folgenden 24 Stunden gut beobachtet werden. Symptome einer Gehirnerschütterung treten häufig erst später auf.

Auf folgende Anzeichen sollten Sie unbedingt achten:

  • Auffällige Müdigkeit oder Schläfrigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Wecken Sie die gestürzte Person zwischendurch, wenn Sie am Tage eindämmert. Bewusstlose lassen sich nicht wecken.
  • Starke Kopfschmerzen
  • Wiedereinsetzende Übelkeit oder Erbrechen
  • Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen
  • Ungleichheit der Pupillen, Schielen
  • Klarer oder blutiger Flüssigkeitsaustritt aus Nase oder Ohren
  • Nackensteife oder Fieber
  • Wundheilungsstörungen an Kopfplatzwunden wie Vereiterung, Schwellung, Rötung oder starke Schmerzen

 

Wie sollten sich Personen nach einem Sturz auf den Kopf verhalten?

 

Nach einer Kopfverletzung benötigen Betroffene vor allem Ruhe. Durch Schonung und vorübergehende Bettruhe können sich angegriffene Nervenzellen am besten erholen. So heilt auch eine Gehirnerschütterung meist ohne bleibende Schäden oder Komplikationen aus.

Folgende Dinge sollten für einige Tage vermieden werden:

  • Nikotin und Alkohol
  • langes Fernsehen oder Lesen
  • laute Musik
  • längere Aufenthalte in der Sonne
  • körperliche Anstrengung

 

Bewahren Sie als Angehörige vor allem Ruhe, wenn Sie Ihre pflegebedürftige Person nach einem Sturz auf den Kopf auffinden. Es sieht meist dramatischer aus, als es sich später herausstellt. Verletzte müssen in jedem Fall mit Ruhe, Vor- und Umsicht behandelt werden. Erlittene Verletzungen heilen in den allermeisten Fällen unter Beachtung der genannten Verhaltenstipps ohne Folgen oder Komplikationen aus.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.10.2014 aktualisiert.

Kategorien: Sturzvermeidung

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