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Kostaufbau nach einer Magen-Darm-Erkrankung: was sollten Sie essen?

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Während einer Magen-Darm-Erkrankung wird der Körper sehr geschwächt. Er verliert viel Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe. Schleimhäute von Magen und Darm sind angegriffen und müssen geschont werden. Lesen Sie hier, welche Lebensmittel sich zum langsamen Kostaufbau eignen und wie Sie diese zubereiten können.

Welche Getränke eignen sich bei Brechdurchfall??

Während einer akuten Magen-Darm-Erkrankung stehen der Ausgleich der verlorenen Flüssigkeit und Elektrolyte (Salze) im Vordergrund. Das bekannte Hausmittel Cola und Salzstangen ersetzt verlorene Salze und Zucker.

Sie können in der Apotheke Pulver für eine Elektrolytlösung besorgen oder diese selbst herstellen: Mischen Sie einen halben Liter stilles Mineralwasser mit einem halben Liter Saft oder Kräuter- oder Früchtetee nach Geschmack. Geben Sie einen Teelöffel Salz und acht Teelöffel Traubenzucker hinzu. Es sollten täglich zwei Liter dieser Lösung getrunken werden. Mineralwasser mit einem hohen Gehalt an Kalium hilft dem Körper, aufgenommene Flüssigkeit zu binden und zu speichern.

Auch Johannisbeer- und Karottensaft, Kamillen-, Fenchel- und Pfefferminztee oder verdünnte Hühnerbrühe sind geeignet zum Ausgleich verlorener Flüssigkeit und Elektrolyten. Schwarzer Tee, den Sie etwa 15 Minuten ziehen lassen, setzt Gerbstoffe frei, die Durchfallerkrankungen lindern.

Was sollten Sie nach einer Magen-Darm-Erkrankung essen?

Nach Abklingen der Symptome sollte der Kostaufbau langsam und vorsichtig erfolgen. Die Schleimhäute von Magen und Darm sind noch sehr angegriffen und sollten nicht mit schwer verdaulichen Speisen belastet werden. Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten zu sich. Diese sind verträglicher und besser verdaulich als wenige größere Mahlzeiten.

Folgende Lebensmittel sind geeignet, um den Verdauungstrakt wieder an feste Kost zu gewöhnen:

  • Heidelbeeren: Aufguss aus getrockneten Früchten oder mit Wasser verdünnter Saft
  • Bananen: enthalten viel Kalium, Magnesium und Pektine. Pektine quellen im Darm auf und binden Flüssigkeit und Krankheitserreger
  • Äpfel: enthalten ebenfalls Pektine. Reiben Sie einen Apfel und geben Sie einen halben Teelöffel Johannisbrotkernmehl hinzu
  • Möhren: kochen Sie ein Pfund Möhren etwa eine Stunde lang in einem Liter Wasser, pürieren Sie diese. Füllen Sie die Menge wieder auf einen Liter auf und geben Sie einen gestrichenen Teelöffel Salz hinzu. Die Suppe bindet die Erreger und hilft, sie schneller auszuscheiden.
  • Zwieback, Toastbrot, Weißbrot, Reiswaffeln
  • Magerquark, fettreduzierter Frischkäse, körniger Hüttenkäse
  • fettarmer Schinken, gedünstetes Geflügel, Rindfleisch oder Kalbsfleisch
  • Kartoffeln: als Kartoffelbrei, ohne Butter, mit Wasser oder Brühe angerührt
  • Reis: gekochten Reis können Sie auch mit zerdrückter Banane oder geriebenem Apfel mischen oder in frische Hühnerbrühe geben
  • Hefe: hilft dem Darm, sich zu regenieren und bindet Durchfallerreger. Sie bekommen diese als Granulat im Reformhaus oder Drogeriemarkt. Auch Apotheken halten entsprechende Präparate bereit.

Diese Lebensmittel sollten Sie meiden:

An Brechdurchfall Erkrankte sollten auf folgende Lebensmittel oder Zubereitungen verzichten:

  • gebratene Nahrungsmittel
  • Kaffee und Alkohol
  • Milch, Sahne, Buttermilch, Dickmilch
  • scharf gewürzte und fettige Speisen
  • Vollkornprodukte und Nüsse
  • blähendes Gemüse wie Zwiebeln oder Kohl
  • Rohkost
  • Eier und Eierspeisen

Folgende Grundregeln sollten Sie beachten:

Besteht gegen bestimmte Nahrungsmittel eine Aversion, sollten diese keinesfalls gegessen werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Nahrungsmittel, auf die Erkrankte besonderen Appetit haben, auch meist gut vertragen werden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Ernährung

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