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Leben nach dem Schlaganfall: So unterstützen Sie den Betroffenen

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Nach einem Schlaganfall muss der Betroffene seinen Alltag neu erobern. Folgen der Erkrankung wie Sprachstörungen und Lähmungen stellen dabei häufig eine große Herausforderung dar. Machen Sie dem Angehörigen Mut und helfen Sie ihm, wieder aktiv zu werden. Nutzen Sie gemeinsam seine vorhandenen Stärken.

Störungen nach dem Schlaganfall frustrieren viele Betroffene

Viele Erkrankte leiden nach einem Schlaganfall unter mehreren Defiziten: Sie können sich an viele Dinge nicht mehr erinnern, haben Sprech- und Schluckstörungen und nehmen die betroffene Körperseite noch nicht richtig wahr. Das führt zwangsläufig zu Problemen im Alltag, doch mit geduldigem Training lassen sich die Störungen reduzieren oder sogar beseitigen.

Bei einigen Schlaganfall-Patienten stellt sich nach dem Ereignis zusätzlich eine Depression ein. Sie muss ärztlich behandelt werden, aber auch Sie können viel dazu beitragen, damit Ihr Angehöriger wieder selbstbewusst und lebensfroh wird! Diese Aufgabe bedeutet für Sie eine große Herausforderung, daher sollten Sie sich viel Zeit nehmen und gelassen bleiben, wenn nicht alles wie sonst klappt.

Das Motto nach dem Schlaganfall heißt Geduld

Eine der unangenehmen Folgen eines Schlaganfalls sind Gedächtnislücken. Ihr Angehöriger kann sich plötzlich nicht mehr an den eigenen Wohnort und die Straße erinnern, an Namen von Freunden und Verwandten oder an wichtige Jahrestermine. Helfen Sie ihm auf die Sprünge, indem sie die Fotos der wichtigen Personen mit Namen versehen und diese aufstellen. So kann Ihr Angehöriger jederzeit einen Blick darauf werfen und sich die Namen neu einprägen. Notfalls machen Sie aktuelle Fotos. Findet eine Familienfeier statt, könnten die Mitglieder ein Namensschild tragen.

Hängen Sie einen Kalender auf, in dem nicht nur Geburtstage, sondern auch andere Festtage notiert sind. Kleben Sie auch ein Schildchen mit Ihrer Adresse innen an Ihre Wohnungstür und legen ebenfalls eins neben das Telefon, falls diese Daten bei einem Gespräch benötigt werden.

Sprechen und Verstehen müssen erst wieder geübt werden

Weitere typische Folgeerscheinung sind Sprach-, Sprech- und Verständnisstörungen. Wenn es mit der Kommunikation nicht gut klappt, ist das oft für alle Beteiligten schwer zu verstehen. Auch wenn das Sprechen anfangs schon recht gut funktioniert, sollte trotzdem ein Logopäde in die Rehabilitation mit einbezogen werden, denn nach einiger Zeit stagnieren die ersten Erfolge im sprachlichen Bereich.

Zuhause können Sie ebenfalls mit Ihrem Angehörigen üben, indem Sie sich viel unterhalten. Kann er sich kaum verständlich machen und Sie schlecht verstehen, nehmen Sie Gesten zur Hilfe und loben Sie ihn, wenn etwas geklappt hat. Freuen Sie sich mit ihm über jeden kleinen Erfolg! Korrigieren Sie keine Worte oder Sätze, anfangs geht es nur um die Verständigung.

Schluckstörungen beachten und die betroffene Körperhälfte trainieren

Viele Schlaganfall-Betroffene leiden in der ersten Zeit unter Schluckstörungen. Der Arzt wird anhand einer Untersuchung herausfinden, wie stark diese ausgeprägt sind und Ihnen Tipps geben, welche Speisen und Getränke Sie ins Krankenhaus mitbringen beziehungsweise Zuhause anbieten dürfen.

Ein anderes Problem bereitet die eingeschränkte Körperseite. Trainieren Sie mit Ihrem Angehörigen, indem Sie ihm bewusst Dinge in die schlecht funktionierende Hand geben und ihn von der kranken Körperhälfte aus ansprechen. Auch Schreib- und Malübungen sollten mit der noch unbeholfenen Seite ausgeführt werden. Nur so kann sie wieder aktiviert werden.

Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Angehörigen dabei nicht überfordern. Sind noch starke Beeinträchtigungen vorhanden, lassen Sie sich vom Physiotherapeuten beraten, welche Übungen sinnvoll sind.

Unterstützung durch Therapeuten und einen Pflegekurs

In der ersten Zeit werden Sie bei Bedarf von vielen Therapeuten und unter Umständen auch von einem ambulanten Pflegedienst unterstützt. Fragen Sie sie, wenn Sie Hilfe und Rat brauchen! Sie müssen nicht alles allein schaffen und können nicht alles wissen.
Außerdem gibt es spezielle Pflegekurse zum Thema Schlaganfall. In solchen Kursen können Sie den Umgang mit Betroffenen erlernen und erhalten hilfreiche Tipps. Nutzen Sie zum Beispiel die Kurssuche auf curendo um einen solchen Kurs zu finden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.08.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Schlaganfall

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