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Leberschäden vorbeugen: Nebenwirkungen durch Medikamente werden unterschätzt

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Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten DGVS warnt vor Leberschäden durch Medikamente. Etwa jede zehnte Medikamentennebenwirkung betreffe die Leber. Als besonders gefährlich werden Fiebersenker und Antibiotika eingestuft. Lesen Sie hier, welche Medikamente dazu gehören und wie Sie Beeinträchtigungen der Leber erkennen können.

Die DGVS erklärt in einer aktuellen Pressemitteilung, dass das Risiko der Leberschäden durch Medikamente bisher deutlich unterschätzt wurde. Laut einer aktuellen Studie aus Island erleiden 19 von 100 000 Einwohnern pro Jahr einen medikamentenbedingten Leberschaden. Vorhergehende Studien gingen von weniger Fällen aus.

Welche Medikamente stehen unter Verdacht, Leberschäden zu verursachen?

Laut der DGVS handelt es sich um Paracetamol, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Antibiotika. NSAR sind Medikamente zur Rheumabehandlung, die kein Cortison enthalten. Dazu gehören Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin etc.), Ibuprofen und Diclofenac (Voltaren).

Diese Medikamente werden häufig regelmäßig zur Behandlung von Rheuma, Arthrose oder anderen Gelenkserkrankungen eingenommen. An Antibiotika werden besonders eine Kombination aus Amoxicillin und Clavulansäure genannt. Diese Kombination sei für 20% der Leberschäden verantwortlich.

Wie können Sie Leberbeeinträchtigungen erkennen?

Die Anzeichen sind laut DGVS-Experten Prof. Dr. Galle häufig unspezifisch und können nicht unbedingt gleich einem Leberschaden zugeordnet werden.

Die Leber ist nicht von schmerzleitenden Nervenfasern durchzogen, sodass eine Entzündung sich nicht durch Schmerzen bemerkbar macht. Symptome für eine beginnende Leberschädigung können sein:

  • Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust
  • Druckgefühl im Oberbauch, Unverträglichkeit von Fett oder Alkohol
  • Fieber
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • häufiges Zahnfleisch- oder Nasenbluten, Blutergüsse
  • Juckreiz am ganzen Körper

Im weiteren Verlauf kommen eindeutigere Symptome hinzu. Dazu gehören:

  • Gelbliche Verfärbung der Haut, besonders gut sichtbar im Augapfel
  • bräunlicher Urin
  • entfärbter, heller bis weißlicher Stuhlgang

Beobachten Sie Ihren Angehörigen, wenn er die genannten Medikamente regelmäßig über einen längeren Zeitraum einnimmt. Bemerken Sie diese Symptome, informieren Sie den behandelnden Arzt. Die Leberwerte müssen dringend kontrolliert werden.

Was empfiehlt die DGVS?

Um Leberschäden vorzubeugen, rät die DGVS dringend, die Beipackzettel zu lesen und die Einnahme-Empfehlungen der Hersteller zu beachten. Die meisten Leberschäden treten laut der Fachgesellschaft DGVS durch Überdosierungen oder Überschreitung der empfohlenen Therapiedauer. Wenn sich der Verdacht auf eine Einschränkung der Leber bestätigt, sollte das betreffende Medikament schnellstmöglich abgesetzt werden. Dies sollte jedoch nicht auf eigene Faust geschehen, sondern in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Auch empfiehlt die DGVS, bei pflanzlichen, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten auf mögliche Nebenwirkungen zu achten. Auch Naturheilmittel können eine toxische (giftige) Wirkung auf die Leber haben.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Krankheiten

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