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Leichter Hilfe für die Pflege Demenzkranker organisieren

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Gehören Sie auch zu den Menschen, die nicht gern um Hilfe bitten? Sie finden, dass es schneller geht, wenn Sie alles selbst machen, bevor Sie Unterstützung suchen? Sie meinen, dass man für Demenzkranke im Anfangsstadium sowieso keine Pflegestufe bekommt? Einige Überlegungen und Tipps sollen Ihnen den Weg zu mehr Unterstützung in der Pflege ebnen.

Wenn man nur noch mit dem Pflegebedürftigen beschäftigt ist

Ihr Angehöriger ist seit einiger Zeit vergesslich und findet sich draußen nicht mehr zurecht. Er wäscht sich nicht mehr regelmäßig und gießt Orangensaft statt Milch in seinen Kaffee. Auch mit dem An- und Ausziehen klappt es nicht so richtig. Datum und Tageszeit sind Ihrem Angehörigen ein Rätsel. Sie selbst sind eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt, sich um ihn zu kümmern. Spätestens abends sind Sie vollkommen erschöpft, obwohl viele Dinge liegen geblieben sind, die Sie schon längst erledigt haben wollten. Höchste Zeit, sich Hilfe zu holen! Aber Hilfe zu organisieren, kostet Zeit und Energie. Dennoch lohnt es sich, beides zu investieren.

Hilfe kostet Geld

Damit Unterstützung für Sie bezahlbar ist, müssen Sie einen Antrag auf eine Pflegestufe stellen. Da sich Demenzkranke ausgerechnet dann, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) kommt, oft von Ihrer „besten“ Seite zeigen, sollten Sie neben einem ausgefüllten Pflegetagebuch noch einen Mitarbeiter einer Beratungsstelle oder Sozialstation dabei haben, der Ihre Mutter oder Ihren Vater auch schon in anderen Situationen erlebt hat. So können zum Beispiel Aussagen des Kranken, noch alles selbstständig ausführen zu können, vom MDK kritischer bewertet werden.

Pflege kann nicht von einer Person allein geleistet werden

Mit fortschreitender Demenz werden Sie mehr als eine Person zur Unterstützung brauchen. Auch wenn Sie meinen, momentan noch alles allein zu schaffen, denken Sie von Anfang an daran, mit Ihren Kräften zu haushalten. Auch Sie brauchen Ihre Auszeiten, in denen Sie sich erholen und Ihren Hobbys nachgehen können. Wenn es Ihnen schwerfällt, um Hilfe zu bitten, halten Sie sich vor Augen, dass es niemandem hilft, wenn Sie vor lauter Überforderung krank werden. Ihr Angehöriger müsste dann auf Sie verzichten und Sie selbst fühlten sich erschöpft und könnten auch Ihre Freizeit nicht mehr genießen. Selbst wenn Ihre Eltern erwarten, dass Sie die Pflege komplett selbst übernehmen, sollten Sie von Anfang an klar stellen, dass diese Aufgabe niemand allein meistern kann!

Pflege auf mehrere Helfer verteilen

Damit es keine großen Lücken in der Versorgung Ihres Angehörigen gibt, verteilen Sie verschiedene Tätigkeiten auf mehrere Leute. Außerdem erledigen Ihre Helfer die Aufgaben lieber, wenn diese nicht zu umfangreich sind. Je mehr unterstützende Hände Sie verpflichten können, desto weniger Stress gibt es, wenn mal jemand krank wird oder einen Termin nicht einhalten kann. Beziehen Sie Ihre ganze Familie mit ein. Auch Kinder können kleine Aufgaben übernehmen, zum Beispiel mit der Oma ein Brettspiel spielen oder etwas vorlesen.

Trugschluss: Allein geht es schneller

Wenn Sie sich noch am Anfang einer Pflegesituation befinden, denken Sie vielleicht, dass Sie alles schneller erledigen können, bevor Sie erst jemanden zum Helfen suchen. Das mag für den Moment stimmen, auf die Dauer wird es jedoch mit Sicherheit zu anstrengend, alles selbst zu regeln. Investieren Sie gerade anfangs lieber etwas mehr Zeit in die Organisation ihrer Helfer, bevor Sie unbemerkt in den Teufelskreis geraten, vor lauter Stress keine Kraft mehr zu haben. Vorsorglich planen ist für alle Beteiligten die beste Strategie.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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