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Lindern Sie Wahrnehmungsstörungen durch Basale Stimulation

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Im Sterbeprozess kommt es häufig vor, dass der Sterbende Wahrnehmungsstörungen entwickelt. Sie lösen bei Ihrem Angehörigen Angst und Unruhe aus. Die Basale Stimulation kann helfen, Wahrnehmungsstörungen zu lindern.

Die Wahrnehmung der Sinne nimmt im Sterbeprozess ab. Zumindest beim Schmecken, Riechen, Hören und beim Sehen. Die Wahrnehmung der Haut und des Tastsinns steigert sich meistens in der letzten Zeit.

Ausgleich der Wahrnehmungsstörungen

In den 1980er Jahren entwickelte Andreas Fröhlich zusammen mit der Krankenschwester Christel Bienstein die Basale Stimulation. Sie soll Ihrem Angehörigen gezielte Reize vermitteln. Dadurch können Sie ihm über seine Sinne Informationen über seine Umwelt vermitteln und über sich selbst.

Stellen Sie das Bett um

Sie können Ihrem Angehörigen leicht neue optische Eindrücke vermitteln, wenn Sie das Bett regelmäßig umstellen. Sie können eine verschobene Perspektive auch durch die Umlagerung Ihres Angehörigen erreichen. Unter Umständen bietet es sich an, einen Positionsplan anzulegen.

Bitte keine Dauerberieselung

Wenn ohne Unterbrechung Radio oder Fernseher laufen, wird dieser Reiz bald nicht mehr wahrgenommen. Geräusche, die Sie ständig umgeben, blendet Ihr Gehirn bestmöglich nach einiger Zeit aus. Damit geht im Falle Ihres Angehörigen der positive Effekt verloren. Besser ist es, wenn Sie Musik bewusst einsetzen und nach einer Weile wieder unterbrechen.

Bieten Sie körperliche Nähe

Das einfachste Kommunikationsmittel mit Ihrem Angehörigen mit Wahrnehmungsstörungen ist die Berührung. Besonders, wenn Sie bei Ihrem Angehörigen Angst oder Furcht verspüren, können Sie ihm Nähe geben. Legen Sie sich zum Beispiel zu Ihrem Angehörigen ins Bett.

Nutzen Sie die beruhigende Waschung

Viele Menschen empfinden Wasser als beruhigend. Gönnen Sie Ihrem Angehörigen deshalb von Zeit zu Zeit ein Hand- oder Fußbad. Sie können zusätzlich Waschzusätze verwenden. Seien Sie jedoch mit dem Duft erst zurückhaltend, nicht, dass er als unangenehm wahrgenommen wird.

Alternativ können Sie über den Kopf Ihres Angehörigen sehr warmes Wasser fließen lassen. Setzen Sie etwas hinter dem Scheitel an und lassen Sie es über die Haare nach hinten fließen. Trocknen Sie Hände, Füße oder Kopf nach dem Waschen mit einem weichen Handtuch vorsichtig ab.

Basteln Sie eine Tasttafel

Sie können für Ihren Angehörigen auch Tasttafeln basteln. Sie brauchen dafür ein Holzbrett von 30 x 30 Zentimeter. Bekleben Sie es mit Gegenständen mit unterschiedlicher Oberfläche, zum Beispiel Baumrinde, Schwamm, Fell. Ihr Angehöriger kann es nun abtasten und sich an den unterschiedlichen Strukturen erfreuen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.03.2014 aktualisiert.

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