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Mangelernährung

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Ältere Menschen und Menschen mit Demenz sind von Mangel- und Untererernährung gefährdet. Dabei ist das Gewicht nicht allein ausschlaggebend. Im Gegensatz zu einem Flüssigkeitsmangel treten die Symptome nicht akut und deutlich auf. Der Verlauf ist eher langsam und schleichend.

Den BMI berechnen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) empfiehlt einen Body Mass Index (BMI) von 26. Andere Empfehlungen für Menschen in der Altersgruppe über 64 Jahren liegen bei einem BMI zwischen 24 bis 29. Der BMI lässt sich errechnen, indem Sie das Körpergewicht (kg) durch Körpergröße x Körpergröße (m) teilen.

Eine Person mit einer Größe von 1,60 m und einem Gewicht von 60 kg hat demnach einen BMI von 23,4 [60 : (1,6 x 1,6) = 23,4].

Ist der BMI bei Ihrem erkrankten Angehörigen ausschlaggebend?

Dabei muss beachtet werden, welche körperliche Statur Ihr Angehöriger die letzten Jahre hatte. War die Person immer schon schlank und hat seit Jahren bei einer Größe von 1,64 m ein Gewicht von 52 kg (BMI 19), so gilt es, dieses Gewicht möglichst zu halten.

Es wäre nicht sinnvoll und vermutlich auch kaum realistisch, die Person auf 67 kg (BMI 25) zu „mästen“. Dieser Mensch könnte nicht als unterernährt bezeichnet werden, da sein Gewicht seiner körperlichen Verfassung der letzten Jahre entspricht.

Mangelernährung zeigt sich nicht unbedingt im Gewicht. Auch adipöse Menschen können mangelernährt sein, wenn die Ernährung einseitig und unausgewogen ist.

7 Anzeichen, die auf eine Unter- oder Mangelernährung hindeuten können

Lesen Sie hier 7 Anzeichen, die den Verdacht einer beginnenden Unter- oder Mangelernährung nahe legen:

  1. Gewichtsverlust: Ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust ab fünf Prozent in drei Monaten oder zehn Prozent in sechs Monaten ist ein Hinweis auf eine Mangelernährung.
  2. Kleidung: Lehnt Ihr Angehöriger Gewichtskontrollen ab oder steht keine Waage zur Verfügung, ist eine veränderte Kleidergröße ein eindeutiger Hinweis für einen Gewichtsverlust. Eine Kleidergröße entspricht etwa 5 Kilogramm. Hatte eine ältere Dame immer Größe 44 und passt jetzt in Größe 40, liegt ein Gewichtsverlust von etwa zehn Kilogramm vor.
  3. Haut: Hat Ihr Angehöriger Wunden, die schlecht heilen? Betrachten Sie dabei besonders die Unterschenkel. Dies kann ein Hinweis auf einen Mangel an Eiweiß, Vitaminen oder Mineralien sein.
  4. Mobilität: Stürzt Ihr Angehöriger in letzter Zeit häufig? Dies kann ein Hinweis auf zunehmende körperliche Schwäche und Abnahme der Muskelkraft sein.
  5. Gesundheit: Ist Ihr Angehöriger häufig krank? Durch einen Mangel an Nährstoffen erkranken Betroffene öfter und die Krankheit dauert länger und verläuft schwerer.
  6. Verfassung: Ist Ihr Angehöriger häufig müde, wirkt teilnahmslos oder depressiv? Auch dies kann ein Hinweis auf eine bestehende oder drohende Mangelernährung sein.
  7. Ernährung: Lässt Ihr Angehöriger häufig Mahlzeiten aus oder isst sehr einseitig? Dadurch kommt es zur mangelhaften Zufuhr von benötigten Nährstoffen.

Wenn Sie diese Symptome beobachten, sprechen Sie mit dem Hausarzt. Es ist einfacher, einer Unter- oder Mangelernährung entgegenzuwirken, als diese bei Bestehen zu behandeln. Gerade bei Demenzerkrankten, denen die Einsicht fehlt, ist die Behandlung extrem schwierig.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Ernährung

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