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Medikamentöse Therapie bei Alzheimer: Wie helfen Antidepressiva und Neuroleptika?

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Bei Menschen mit Demenz finden unterschiedliche Therapieformen Anwendung. Eine davon ist die medikamentöse Therapie. Dabei werden die Medikamente aus 3 Gruppen verordnet: Antidementiva, Neuroleptika und Antidepressiva. Die Wirkungsweisen und Indikationen sind unterschiedlich. Lesen Sie hier, wann Neuroleptika und Antidepressiva eingesetzt werden und wie diese wirken.

Neuroleptika

Neuroleptika – wörtliche Übersetzung: Nervendämpfungsmittel – werden in der medikamentösen Therapie der Demenzerkrankung eingesetzt, um Symptome wie Unruhe, Aggressivität, Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Wesensveränderungen zu lindern.

Die Verordnung erfolgt vor allem im mittleren und fortgeschrittenen Stadium. Diese Medikamente bewirken eine Reduzierung des Botenstoffes Dopamin im Gehirn. In Deutschland zugelassen ist der Wirkstoff Risperidon, z. B. Risperdal (R). Zeigt dieser nicht die erwünschte Wirkung, können auch Haloperidol, Melperon und Pipamperon verordnet werden.

Nebenwirkungen von Neuroleptika

Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Harnwegsinfekte, Inkontinenz und die Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit. Es gibt Untersuchungen und Hinweise, dass bei Einnahme dieser Medikamente bei älteren Menschen das Schlaganfallrisiko steigt und die Sterblichkeit erhöht ist. Bei Risperidon und Haloperidol kann die Beweglichkeit – insbesondere das Laufen – eingeschränkt sein.

Die Verordnung dieser Medikamente sollte durch einen erfahrenen Arzt vorgenommen werden. Risiko und Behandlungserfolg müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Antidepressiva

Häufig entwickeln sich im Rahmen einer Demenzerkrankung auch depressive Verstimmungen. Die Betroffenen bemerken selbst das Nachlassen ihrer geistigen Fähigkeiten. Dies kann in eine Depression führen.

Gleichzeitig kommt es durch den Abbauprozess im Gehirn zu einem Mangel an den Botenstoffen Serotonin und Noradrenalin. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Antrieb, Motivation und Affekten. Zugelassene Wirkstoffe sind Citalopram, z. B. Citalopram (R) Fluoxetin, z. B. Fluctin (R), Paroxetin, z. B. Paroxat (R) und Sertralin, z. B. Zoloft (R). Diese beeinflussen den Hirnstoffwechsel positiv.

Nebenwirkungen von Antidepressiva

Studien belegen, dass das Sturzrisiko unter der Einnahme von Antidepressiva verdreifacht ist. Etwa ein Drittel der dokumentierten Stürze führte zu schweren Verletzungen wie Hüftfrakturen und anderen Knochenbrüchen.

Weitere häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden, Nervosität oder Kopfschmerzen. Der Einsatz dieser Medikamente muss sorgfältig geprüft werden. Lesen Sie hier, wie Sie einen Menschen mit Depressionen unterstützen können: Altersdepression: Neuen Mut schöpfen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Alzheimer

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