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Memoryboxen helfen Demenzerkrankten beim Erinnern

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Menschen mit einer Demenz fürchten sich davor, ihre Identität zu verlieren. Diese Identität ist die Summe aus allem, was sie in Ihrem Leben erlebt haben und was sie nachhaltig geprägt hat. Geht die Erinnerung an Lebensabschnitte, Altbekanntes und Erlebtes langsam verloren, bedeutet das für den Menschen mit Demenz, dass er den Bezug zu sich selbst und auch anderen verliert.

Der Verlust der Identität

Der Verlust der Identität ist ein sehr schmerzhafter Prozess, den auch Sie als Angehörige zu spüren bekommen, wenn der Erkrankte Sie selbst oder vertraute Plätze nicht mehr erkennt.
Wir möchten Ihnen gerne zeigen, wie Sie ein Stück weit zur Identitätserhaltung beitragen können. Pflegen und aktivieren Sie alte Erinnerungen gemeinsam mit dem Erkrankten.

Memoryboxen als Hilfsmittel bei demenziellen Erkrankungen

Zur gemeinsamen Erinnerungspflege eignen sich vor allem Memoryboxen. Dies sind Kisten, in denen Sie themenspezifische Gegenstände sammeln, die etwas mit der Vergangenheit des Erkrankten zu tun haben, aber auch gegenwartsbezogen sein können.

Sie können diese Boxen einfach selbst erstellen, indem Sie einen alten (Schuh-) Karton mit Dingen füllen, zu denen Ihr erkranktes Familienmitglied einen besonderen Bezug hat.

So eignen sich z. B. berufsbezogene Requisiten, wenn der Erkrankte seiner Arbeit gerne nachgegangen ist. Handelte es sich um eine Arbeitsstelle in einer Verwaltung, so können Sie alles, was sich üblicherweise auf einem Schreibtisch findet in die Box sortieren. Vielleicht gibt es einen alten Mitarbeiterausweis mit einem Foto Ihres Angehörigen.

Helfen Sie Ihrem demenziell erkrankten Angehörigen beim Erinnern

Holen Sie die Box regelmäßig hervor und lassen Sie den Erkrankten den Inhalt befühlen. Ermuntern Sie ihn, über seine Erinnerungen an die Arbeit zu sprechen und stellen Sie ruhig auch Fragen.

Wichtig ist, mit dem demenziell veränderten Menschen in Kontakt zu kommen und Ihm zu signalisieren, dass Sie ihn als Menschen mit seiner Vergangenheit schätzen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Erinnerungen in chronologischer Abfolge oder inhaltlich richtig wiedergegeben werden. Geben Sie dem Erkrankten einfach Raum, sich zu äußern. Das stärkt ihn in seiner Identität und er behält über die regelmäßige Aktivierung seiner Erinnerungen längerfristig einen Bezug zu sich selbst.

Mögliche Inhalte für die Memorybox

Achten Sie darauf, mit dem Inhalt der Memoryboxen möglichst viele Sinne anzusprechen. Thematisch sind Ihnen da keine Grenzen gesetzt. Urlaubserinnerungen in Form von Souvenirs, Postkarten, Fotos oder auch einer CD mit der passenden Musik können in diesen Kisten genauso Platz finden wie Utensilien, die Sie im Wald oder am Strand gesammelt haben. Vor allem für die Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen können, sind Boxen mit Inhalten aus der Natur besonders geeignet. Getrocknetes Laub, Baumrinde, Eicheln, Muscheln, Sand und Kastanien haben einen speziellen Geruch und eine interessante Oberflächen. So werden der Geruchs- und der Tastsinn angesprochen.

Achten Sie darauf, dass die Boxen thematisch so gestaltet sind, dass sie einen Bezug zur Vergangenheit (Arbeit, Hobbys, Reisen, Kinder, Jahrzehnte und ihre Ereignisse) der Erkrankten haben. So wecken Sie positive Erinnerungen und bescheren Momente der Freude und des Wiedererkennens von Vertrautem.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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