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Merkmale der vaskulären Demenz

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Die vaskuläre Demenz entsteht aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn. Nach Alzheimer ist diese gefäßbedingte Demenz die zweithäufigste Demenzform. Lesen Sie weiter, welche besonderen Merkmale und Anzeichen eine vaskuläre Demenz ausmachen.

Der Anteil vaskulärer, also gefäßbedingter Demenzen liegt bei ca. 20%. Hinzu kommen geschätzte weitere 20% bei denen es sich um Mischformen aus Alzheimer und einer vaskulären Demenz handelt.

Ist die Sauerstoffversorgung des Gehirns aufgrund einer mangelnden Durchblutung gestört (etwa durch einen Schlaganfall oder andere Risikofaktoren), werden die Gehirnzellen nachhaltig geschädigt oder sie sterben ab. Bedingt dadurch entwickelt sich beim Betroffenen einen dementielle Symptomatik.

Folgende Merkmale sind typisch für eine vaskuläre Demenz:

Orientierungslosigkeit
Ihr Familienmitglied findet sich plötzlich in seiner gewohnten Umgebung nicht mehr zurecht, verläuft sich vielleicht auf dem Weg zum Bäcker oder bei einem Spaziergang. Ein weiteres Indiz für eine mangelnde Orientierung ist, wenn z. B. das Datum oder der Wochentag nicht mehr benannt werden können.

Sprachstörungen
Es kommt zu Wortfindungs- und Benennungsschwierigkeiten. Der Betroffene umschreibt eine Kaffeekanne („Das Ding mit dem Kaffee drin“) oder spricht einen angefangen Satz nicht zu Ende, weil ihm die Wörter nicht einfallen. Außerdem kann die Sprache verwaschen klingen.

Einschränkungen bei der Bewältigung des Alltags
Der Betroffene kann sich selbst keinen Kaffee mehr kochen, obwohl er dies sein ganzes Leben lang mindestens ein Mal täglich getan hat. Stattdessen stellt er z. B. einen Becher mit Kaffeepulver und Wasser in die Mikrowelle.

Persönlichkeitsveränderungen
Betroffene leiden häufig an starken Stimmungsschwankungen. In einem Moment können sie noch guter Laune sein, im nächsten sind sie aber zu Tode betrübt. Auch kommt es häufig zu Frustgefühlen, die sich in plötzlicher Aggressivität entladen. Durch die Abnahme der geistigen Fähigkeiten findet häufig ein sozialer Rückzug von der Familie oder anderen Personen aus dem Umfeld statt. Aus Angst, nicht mehr "mithalten" zu können, werden Freundschaften und Hobbys vernachlässigt.

Einschränkung des Denkvermögens
Mit der Einschränkung des Denkvermögens geht auch ein mangelndes Urteilsvermögen einher. Betroffene können sich nicht mehr sicher im Straßenverkehr bewegen, weil sie nicht mehr in der Lage sind, die Situation umfassend einzuschätzen. Sie gefährden damit sich und andere.

Neurologische Ausfallerscheinungen
Durch die mangelnde Durchblutung im Gehirn kann es bei den Betroffenen zu neurologischen Ausfallerscheinungen kommen. Sie sind dadurch z. B. anfälliger für Stürze. Auch Sehstörungen sind möglich, etwa wenn der Bereich des Gehirns, der für das Sehen verantwortlich ist, unmittelbar betroffen ist. Weiterhin kann es zu Lähmungen (Paresen) oder auch einer Inkontinenz kommen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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