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Merkmale einer Frontotemporaldemenz (Morbus Pick)

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Bei der Frontotemporaldemenz oder auch Morbus Pick sind die vorderen und die seitlichen Teile des Gehirns betroffen. Bei Betroffenen kommt es zunächst zu einer Veränderung der Persönlichkeit. Zu beobachten sind eine Verrohung des Sozialverhaltens, Enthemmung aber auch Apathie (Teilnahmslosigkeit). Benannt ist die Frontotemporaldemenz nach dem Prager Neurologen Arnold Pick.

Meist erkranken die Betroffenen bereits vor dem 60. Lebensjahr an der Frontotemporaldemenz. Während die Persönlichkeit sich rasch verändert, bleibt die Gedächtnisleistung der Menschen mit einer frontotemporalen Demenz meist noch lange intakt. Daneben kommt es zu massiven Verhaltensauffälligkeiten sowie sprachlichen Einschränkungen bis hin zum völligen Verstummen.

Zwei verschiedene Erkrankungstypen

In der Medizin werden bei Morbus Pick zwei unterschiedliche Gruppierungen von Erkrankten beschrieben:

  1. Bei einem Teil der Betroffenen ist zu beobachten, dass sie teilnahmslos wirken und offensichtlich für äußere Reize nicht mehr empfänglich sind. Die Erkrankten scheinen z. B. auch kein Mitgefühl für andere aufbringen zu können; sie können sich also nicht mehr in die Stimmungslage anderer Menschen hineinversetzen und dann entsprechend (z. B. mit Trost) reagieren.Außerdem wird beschrieben, dass sich eine Antriebslosigkeit einstellt. Die Betroffenen verlieren das Interesse an Aktivitäten und ihrem sozialen Umfeld. Das betrifft dann auch den Erkrankten selbst, der seine Körperpflege durchaus bis hin zur Verwahrlosung vernachlässigt.
  2. Der andere Teil der Betroffenen wird als enthemmt beschrieben, wobei es durchaus zu einem triebhaften Verhalten kommen kann. Die Menschen scheinen dauerhaft euphorisch gestimmt und verlieren darüber den Blick für jedes Maß (z. B. schließen sie wahllos Kaufverträge ab bis hin zum finanziellen Ruin). Auch Ladendiebstähle und andere Delikte werden im Rahmen des Verlusts sozialer Werte und Normen beschrieben.Ungebremstes Essen (vor allem von süßen, kohlehydrathaltigen Lebensmitteln), sexuelle Übergriffe aber auch Witzelsucht sowie der Verlust von erlernten Verhaltensregeln (gebotene Höflichkeit, Tischmanieren, etc.) kommen vor.

    Krankheit trifft oft Jüngere

    Da die Betroffenen meist, wie bereits beschrieben, im jüngeren Lebensalter erkranken, stellt dies die Familien oft vor große Herausforderung im Hinblick auf die berufliche und finanzielle Zukunft. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen und Sorgen an eine Beratungsstelle, wo man Sie bei der Beantragung von Renten unterstützen oder Ihnen weitere Hilfsmöglichkeiten nennen kann.

    Hier noch einmal die Symptome in Kürze

  • Verlust von erlernten sozialen Verhaltensweisen (Folge: Kriminalität, Distanzlosigkeit)
  • Teilnahmslosigkeit
  • Verändertes Essverhalten (übermäßiger Genuss von kohlehydrathaltigen Süßspeisen wie Pudding, etc.)
  • Plötzlicher starker Nikotin- und Alkoholgenuss
  • Enthemmung
  • Fehlende Krankheitseinsicht
  • Keine Fähigkeit zur Empathie (sich in andere hineinzuversetzen)
  • Einschränkung des Sprachvermögens
  • Starker Sexualdrang
  • Hang zum Witzeln
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Beeinträchtiges Urteilsvermögen
  • Bewegungsarmut (Akinese) bis hin zur Muskelsteifigkeit (im späteren Verlauf)
  • Sturheit (nicht abrücken wollen, von der eigenen Meinung)

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.


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