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Morbus Parkinson: Probleme bei der Nahrungsaufnahme reduzieren

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Bei Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung wird das Essvergnügen deutlich gemindert. Durch das Zittern der Hände oder des ganzen Körpers haben sie bereits Schwierigkeiten, die Nahrung in den Mund zu führen, leiden unter Übelkeit, vermindertem Geschmacksempfinden und Schluckstörungen. Wie können Sie helfen, die Beschwerden Ihres Angehörigen zu lindern?

Parkinson-Patienten haben einen größeren Energiebedarf

Bei einer Parkinson-Erkrankung kommt es unter anderem zu gestörten Bewegungsabläufen und einer erhöhten Muskelanspannung. Beides führt zu einem größeren Energiebedarf, der gedeckt werden muss, damit der Patient nicht abnimmt. Einfach ist dies nicht, denn wenn das Essen nicht mehr schmeckt, fehlen bereits der Anreiz zur Nahrungsaufnahme und der Appetit.

Viele Betroffene leiden zudem unter Übelkeit, die von Parkinson-Medikamenten mit L-Dopa ausgelöst werden. Sie sollten mit dem Arzt abklären, ob hier nicht eine Gabe von Domperidon angebracht wäre, das die Übelkeit beseitigt.

Extra-Tipp: Beachten Sie bitte, dass L-Dopa-haltige Arzneimittel eine Stunde vor oder zwei Stunden nach den Mahlzeiten genommen werden müssen, wen diese aus viel Eiweiß bestehen. Eiweiß verhindert die Aufnahme des Medikaments, daher kann es nicht seine volle Wirkung entfalten.

Vielseitige Kost anbieten und schön anrichten

Wenn Ihr Angehöriger gern zu Salz greift, um den Geschmack der Speisen zu verstärken, sollten Sie lieber versuchen, mithilfe von Kräutern nachzuwürzen. Bieten Sie ballaststoff- und kohlenhydratreiche Nahrung in Form von Vollkornprodukten an, die zum einen gesünder, zum anderen kräftiger im Geschmack sind. Wechseln Sie das Angebot beim Frühstück immer wieder ab und bieten Sie Vollkornbrötchen, Getreideflocken und Obst an. Richten Sie alles besonders appetitlich an, um den Geschmackverlust auszugleichen, indem Sie optische Reize setzen.

Erleichtern Sie dem Parkinson-Patienten das Essen

Geben Sie Ihrem Angehörigen spezielles Geschirr, das rutschfest ist. Tassen sollten zwei Henkel haben, Teller besonders tief sein und Besteck kompakte Griffe besitzen, damit sie besser in der Hand liegen. Wenn eine Tasse trotz Henkeln nicht gehalten werden kann, lassen Sie Ihren Angehörigen mithilfe von Strohhalmen trinken. Achten Sie darauf, dass er kleine Bissen nimmt, um sich nicht zu verschlucken. Für das Essen in Gesellschaft sollten Sie sich genügend Zeit lassen, damit sich der Betroffene nicht gedrängt fühlt und schließlich gar nicht mehr mit anderen essen möchte. Bereiten Sie Ihre Gäste auf die Situation vor, damit sich der Kranke nicht zurückzieht, weil alle anderen schneller essen.

Schluckstörungen und vermehrten Speichelfluss reduzieren

Oft ist der Speichelfluss des Parkinsonpatienten erhöht und fließt leichter aus dem Mund. Dieses Symptom kann mithilfe von Medikamenten und logopädischen Übungen behandelt werden, sodass der Speichel wieder überwiegend geschluckt werden kann. Auch Schluckstörungen machen den meisten Betroffenen zu schaffen. Sie räuspern sich häufig, bekommen Hustenattacken, die Stimme ist belegt.

Dicken Sie Suppen und Getränke ein, damit sie nicht so leicht "in die falsche Kehle" rutschen. Vermeiden Sie bröselige Speisen, in denen harte kleine Bröckchen beim Schlucken stören könnten. Wenn Ihr Angehöriger sein geliebtes Brötchen nicht mehr essen kann, zerkleinern Sie es in leicht essbare Stückchen und weichen Sie es in Milch oder Kaffee ein.

Achten Sie immer darauf, dass Ihr Angehöriger genug isst und trinkt. Durch die Schwierigkeiten beim Essen und Trinken vergeht so manchem die Lust an der Nahrungsaufnahme. Wenn alle Maßnahmen und Medikamente nicht mehr helfen, muss die Ernährung durch eine Sonde erfolgen.

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Kategorien: Parkinson

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