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MRSA: Was tun gegen antibiotika-unempfindliche Bakterien?

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Methicillin-resistenter Staphylococcus Aureus (MRSA) – was ist das eigentlich? Dieser Erreger siedelt unter anderem auf Ihrer Haut, insbesondere den Schleimhäuten und ist außergewöhnlich widerstandsfähig gegen viele Antibiotika. Sie können aktiv bei der Bekämpfung des MRSA helfen, indem Sie einige Vorgehensweisen im Bereich der Hygiene und Ihrem alltäglichen Verhalten beachten.

MRSA ist ein Bakterium, welches gegen viele – jedoch nicht alle – Antibiotika unempfindlich (resistent) ist. Die bloße Besiedlung der Haut oder einer Wunde mit diesem Keim stellt kein Problem dar. Der Keim kann sich an unterschiedlichen Orten Ihres Körpers ansiedeln. Es besteht jedoch die Gefahr, dass diese Bakterien in den Körper gelangen und dort ggf. Infektionen verursachen.

Welche Personengruppen sind gefährdet?

Im Normalfall stellt MRSA für gesunde Personen kein Risiko dar, denn die gesunde Haut schützt sich gegen den Erreger.

Gefährdete Personengruppen

  • Früh- und Neugeborene
  • Patienten mit bekannter MRSA-Vorgeschichte
  • Patienten mit stationärem Krankenhausaufenthalt, länger als 3 Tage, in den zurückliegenden 12 Monaten

Patienten mit zwei oder mehr der nachfolgenden Risikofaktoren:

  • Chronische Pflegebedürftigkeit
  • Antibiotikatherapie in den zurückliegenden 6 Monaten
  • Liegende Katheter, z. B. Harnblasenkatheter, Ernährungssonde
  • Hautverletzungen, offene Wunden, z. B. Neurodermitis, offenes Beingeschwür, Druckgeschwür, Brandverletzung
  • Dialyse- und Diabetespatienten
  • Patienten mit Infektionserkrankungen
  • Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen

Wie wird MRSA nachgewiesen?

Hierzu entnimmt Ihr Arzt Abstriche

  • aus beiden Nasenlöchern (rechts/links)
  • aus dem Rachenraum und
  • von vorhandenen Wunden oder krankhaft veränderter Haut.

Einen Abstrich entnehmen bedeutet, dass mit speziellen Wattetupfern Zellen von den genannten Körperstellen entnommen und in einem Labor
ausgewertet werden. Das gleiche Verfahren überprüft auch den Erfolg
einer MRSA-Behandlung oder MRSA-Sanierung. Es werden dann wiederholt Abstriche entnommen.

Übertragungswege – Wie ist dieser Keim auf Ihre Haut oder Schleimhäute gelangt?

In den meisten Fällen findet die Übertragung von MRSA durch direkten Hautkontakt statt. Die Übertragungswege können von Mensch zu Mensch, aber auch Tier zu Mensch oder andersherum laufen. Eine Ansteckung ist auch über das Berühren besiedelter Gegenstände oder Bekleidung möglich.

Der Hauptübertragungsweg sind die Hände. Allerdings ist eine Weiterverbreitung des Keims auch über die so genannte "Tröpfcheninfektion", z. B. Niesen oder Husten, möglich. Das Hauptaugenmerk liegt deshalb in der Durchführung und Einhaltung einer angepassten Hygiene und der sachgerechten Desinfektion.

Welche Maßnahmen sind notwendig?

  • Hygienische Händedesinfektion
  • Informieren Sie vor Ihrem Termin/Besuch medizinische Einrichtungen z. B. Arzt, Krankentransport, Pflegeheim, Pflegedienst, "Essen auf Rädern" über ihre MRSA-Besiedlung
  • Verlassen Sie ihre Wohnung mit frisch gewaschener Kleidung
  • Wunden müssen beim Verlassen der Wohnung mit einem bakteriendichten Verband abgedeckt sein.

Wie wird MRSA behandelt?

Es wird empfohlen, eine Therapie, die so genannte Sanierung, anzustreben. Hierbei kommen spezielle und gut verträgliche Desinfektionsmittel in der Nase, im Mund, an den Haaren und auf der Haut zum Einsatz.

Darüber hinaus sind spezielle hygienische Maßnahmen durchzuführen. Über konkrete Produkte und den Umgang damit wird Sie Ihr/e Arzt/Pflegefachkraft ausführlich informieren.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Pflege

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