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Nahrungsergänzungsmittel schützen Herz und Kreislauf nicht!

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Laut einer aktuell veröffentlichten Meldung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin DGIM sollen Vitaminpräparate und Spurenelemente nicht auf Verdacht eingenommen werden. Diese schützen nicht vor Durchblutungsstörungen, die durch jahrelange Fehlernährung entstanden sind. Nahrungsergänzungsmittel sind nur bei nachgewiesenem Mangel sinnvoll. Die Einnahme soll auf ärztliche Anordnung erfolgen.

Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall ist häufig Arteriosklerose

Dies ist eine Erkrankung der Blutgefäße, die sich schleichend über Jahre entwickelt. Der Durchmesser der Gefäße wird durch Ablagerungen an den Gefäßwänden zunehmend enger. Die Durchblutung des betroffenen Gewebes verschlechtert sich. Je nach Bereich der Durchblutungsstörung kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Eine der Ursachen ist mangelhafte und falsche Ernährung. Laut Generalsekretär des DGIM, Professor Ulrich R. Fölsch, fehle es häufig an den Vitaminen A, B6, B12, C, D, E, Beta-Caroten oder Selen.

Ausgewogene Ernährung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Forscher haben errechnet, dass der Verzehr von 600 g Obst und Gemüse das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um fast ein Fünftel senkt. In Bezug auf Herzinfarkte sinkt das Risiko sogar um ein Drittel. Diese Nahrungszusammenstellung entspricht jedoch nicht den Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen. Aus diesem Grund werden häufig Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine oder Spurenelemente eingenommen. Es könnte laut Professor Fölsch angenommen werden, dass auf diesem Wege Schäden an den Blutgefäßen verhindert werden können.

Studien belegen Unwirksamkeit der Nahrungsergänzungsmittel

Studien mit fast 300 000 Teilnehmern bestätigten jedoch diese Annahme nicht. Zugeführte Vitamine und Spurenelemente senkten weder das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall, noch konnte ein Nutzen für Menschen nachgewiesen werden, die bereits daran erkrankt waren. Dabei spielte es keine Rolle, wie lange, in welcher Kombination und in welcher Dosierung diese Präparate eingenommen wurden. Im Gegenteil entstanden Verdachtsmomente für Folgeschäden bei Überdosierung.

DGIM rät zur gezielten Einnahme bei nachgewiesenem Mangel

Bei verschiedenen internistischen Erkrankungen besteht jedoch ein Vitaminmangel. Dieser muss in jedem Fall ausgeglichen werden, um Komplikationen zu verhindern. Professor Fölsch rät, die Blutwerte kontrollieren zu lassen. Bei entsprechender Diagnostik sollten die fehlenden Vitamine und Spurenelemente gezielt dosiert nach ärztlicher Anordnung zugeführt werden.

Bewegung, gesunde Ernährung und Stressreduzierung ist die beste Prophylaxe

Die DGIM empfiehlt als wirksamste Prophylaxe ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Menschen, die bereits an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall erkrankt waren, stellen Ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten meist notgedrungen um. Häufig führt so eine lebensbedrohliche Erkrankung zum Umdenken der ganzen Familie. Angehörige stellen sich meistens entsprechend auf die veränderte Situation ein, auch, um die eigene Gesundheit zu schonen.

Beginnen Sie jetzt mit Ihrer persönlichen Prophylaxe

Die Pflege Angehöriger ist eine anstrengende, häufig belastende Tätigkeit. Sorgen Sie für sich selbst und Ihre Familie. Achten Sie auf Ihre Ernährung. Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung. Setzen Sie Prioritäten und trennen Sie Wichtiges von Unwichtigem. Auch in der Pflege darf man mal etwas verschieben oder liegenlassen. Sie und Ihr Angehöriger profitieren sicher beide von einem Spaziergang bei angenehmem Wetter. Wenn dann die Körperpflege mal etwas kürzer ausfällt, wird sicher niemand Schaden nehmen. Nutzen Sie günstige Momente, etwas für sich selbst zu tun.

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Kategorien: Mangelernährung

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