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Neue Diabetesformen unter der Lupe

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Sicherlich kennen die meisten von Ihnen die Diabetestypen Typ1 und Typ 2. Die häufigste Diagnose ist Diabetes vom Typ 2, wogegen bereits in der Regel blutzuckersenkende Tabletten helfen. Im Gegensatz dazu steht der Typ 1, welcher wesentlich schwerer in den Griff zu bekommen ist. Doch haben Sie schon einmal etwas von „LADA“ oder „MODY“ gehört?

Diabetes Typ 1 und Typ 2

Der Typ-1-Diabetes tritt meist in einer Lebensphase auf, in der die Leute damit eigentlich noch gar nicht rechnen: Oft beginnt die Erkrankung noch vor dem 40. Lebensjahr und wird daher auch "jugendliche Diabetes" genannt. Der Typ-1 wird außerdem auch als insulinpflichtige Diabetes bezeichnet, weil die Betroffenen sich ab Feststellung der Krankheit das Insulin spritzen müssen, da der eigene Körper dieses nicht mehr selbst herstellen kann.

Ein Erkennungsmerkmal der Typ-1-Diabetes ist unter anderem, dass die Betroffenen meist sehr schlank oder sogar untergewichtig sind, was im kompletten Gegensatz zur Typ-2-Erkrankung steht. Zu den typischen Symptomen beider Diabetesformen zählen unter anderem:

  • Müdigkeit
  • Trockene Haut
  • Häufiges Wasserlassen
  • Sehstörungen
  • Verstärkter Durst
  • Schlecht heilende Wunden

Speziell beim Typ-1 können aber noch zusätzliche Symptome in Erscheinung treten, wie zum Beispiel der bereits angesprochene (ungewollte) Gewichtsverlust, süßlicher Geschmack im Mund oder aber auch Harnwegsinfekte.

Doch was, wenn Ihr Arzt ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert, Ihre Zuckerwerte jedoch nach einigen Wochen trotz erfolgreicher Tablettenbehandlung wieder in die Höhe schnellen? Dann sind vielleicht auch Sie betroffen von der speziellen Form "LADA".

Was bedeutet LADA?

Diese Form ist zwar bisher kaum bekannt, tritt jedoch relativ häufig auf. Nach Expertenschätzungen leben ungefähr doppelt so viele "LADAs" in Deutschland wie Typ-1er. Der Begriff LADA heißt ausgesprochen "Latent Autoimmune Diabetes of Adults" und bezeichnet die latente Autoimmundiabetes bei Erwachsenen.

Beim LADA zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen langsamer als bei der Typ-1-Erkrankung. Durch seinen schwächeren Verlauf wird LADA auch als Diabetes-Typ 1,5-Typ geführt. Wenn Sie nicht in das klassische Typ-2-Schema passen und herausfinden wollen, ob auch Sie zu den LADA-Betroffenen zählen, wird ein Antikörpertest bei Ihrem Arzt empfohlen. In der Regel wird dann bei einem positiven Ergebnis mit einer Insulintherapie begonnen.

MODY-Diabetes durch Gendefekt

Eine weitere spezielle und auch eigene Diabetesform ist MODY ("Maturity Onset Diabetes of the Young"), also eine Altersdiabetes bei jungen Menschen. Ursache für eine solche Diabetes-Erkrankung ist ein Gendefekt, welcher die Insulinproduktion stört.

Anders als bei anderen Diabetes-Formen lassen sich keine Insulinantikörper im Blut feststellen, wodurch der Körper ganz normal auf Insulin anspricht. Zumeist reicht es sogar aus, wenn die Betroffenen ihre Lebensweise etwas umstellen und nach einer gezielten Diät leben. Empfehlenswert ist dabei eine Diät mit wenig Kohlenhydraten und vielen Ballaststoffen.

Zudem kann durch vermehrte körperliche Aktivitäten der Stoffwechsel angeregt werden, was einen effektiveren Umsatz der sich im Blut befindlichen Glukose zur Folge hat.

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Kategorien: Krankheiten

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