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Nichtmedikamentöse Therapien für Alzheimerkranke

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Um Menschen mit einer Demenzerkrankung optimal zu behandeln, ist eine ganzheitliche Therapie notwendig. Neben Medikamenten gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die den Patienten stabilisieren und ihm mehr Sicherheit bieten. Dabei muss man darauf achten, ihn nicht zu überfordern.

Was sollen die nichtmedikamentösen Therapien erreichen?

Mit folgenden Maßnahmen lassen sich medikamentöse Therapien bei Demenz ergänzen:

  • Verhaltenstherapie
  • Kognitives Training
  • Realitätsorientierung
  • Erinnerungstherapie
  • Selbst-Erhaltungstherapie
  • Kunsttherapie
  • Milieu-Therapie

Da die Demenzerkrankung vom Verlust verschiedener Fähigkeiten bestimmt ist, die es dem Betroffenen schwer machen, sich im Alltag zurechtzufinden, sich zu orientieren und mit anderen Menschen zu kommunizieren, sollen diese Therapieformen bewirken, den negativen Verlauf der Krankheit zu verlangsamen und aufzuhalten. Im besten Fall können sogar einige Fähigkeiten zurückgewonnen werden.

Die Verhaltenstherapie erleichtert den Umgang mit der Krankheit

Die Verhaltenstherapie ist die wichtigste nichtmedikamentöse Maßnahme und hilft vor allem Menschen, die sich im frühen Stadium der Demenzerkrankung befinden. Hier können Psychologen und Psychotherapeuten helfen, den ersten Schock über die Diagnose abzufangen und dem Betroffenen zu zeigen, wie er besser mit der Krankheit leben kann.

Oft ist der Patient seiner Umwelt gegenüber aggressiv aus Frust über die Erkrankung. Auch hier kann der Demenzerkrankte mit einer Verhaltenstherapie wieder zu einem relativ normalen Umgang zurückzufinden. Gearbeitet wird mit Belohnungen, um das erwünschte Verhalten zu trainieren.

Kognitives Training und Realitätsorientierung

Das kognitive Training soll sprachliche Fähigkeiten und das Erinnerungsvermögen verbessern. Es ist ebenfalls vorwiegend für Betroffene in der ersten Phase der Demenzerkrankung geeignet, da sich bereits bestehende Gedächtnislücken nicht zurückholen lassen. Patienten im fortgeschrittenen Stadium wären mit dieser Therapie schnell überfordert.

Beim Realitätsorientierungstraining, das auch für schwerer Erkrankte angewendet werden kann, hat sich ein Modell bewährt, das dem Demenzkranken akustische und optische Orientierungshilfen gibt. Auch Tast- und Geschmackssinn werden trainiert. Bei dieser Methode wird zudem Material verwendet, das in der Vergangenheit eine wichtige Rolle im Leben des Patienten gespielt hat.

Kommunikation durch Bilder und Musik

Gearbeitet wird in den Bereichen, die noch nicht so sehr betroffen sind, damit der Patient möglichst viele Erfolgserlebnisse hat. Die Kunsttherapie wird genutzt, wenn eine sprachliche Kommunikation nicht mehr möglich ist. Über das Anschauen oder Malen von Bildern und das Hören von Musik können die Gefühle des Betroffenen leichter erreicht werden und ihm positive Erlebnisse bescheren. Diese Form der Kommunikation können Sie auch zu Hause führen.

Unterstützen Sie die Therapieformen zuhause

Die Milieutherapie passt die Wohn- und Lebensverhältnisse an die Bedürfnisse des Demenzerkrankten an, damit er sich leichter zurechtfindet. Dadurch fühlt er sich wieder sicherer und kann ein wenig Selbstsicherheit erhalten oder zurückgewinnen. Lassen Sie sich von einem Therapeuten beraten, wie Sie die angewendeten Methoden daheim unterstützen können, ohne Ihren Angehörigen zu überfordern.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Therapie von Demenz

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