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Nitrat in Lebensmitteln: Nicht nur bei Demenz gesundheitswirksam

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Kann man den Bluthochdruck effektiv senken und die körperliche Leistung steigern mit Nitrat aus ganz unterschiedlichen Lebensmitteln? Die langjährige Diskussion um die gesundheitlichen Vor- und Nachteile von Nitrat nimmt neue Dimensionen an.

Nitrat in Lebensmitteln

Bei Nitraten handelt es sich um Stickstoffverbindungen. Sie kommen natürlicherweise im Boden vor. Zusätzlich werden sie aber auch als Dünger auf die Felder ausgebracht. Damit Pflanzen Eiweiß aufbauen können, benötigen sie Nitrat. Weiterhin darf Nitrat als Zusatzstoff bei Lebensmitteln wie

  • Fleischwaren,
  • Käseprodukten sowie
  • Fischprodukten

verwendet werden. Nitrat in seiner Urform ist nicht bedenklich, allerdings ist der Körper in der Lage, aus Nitrat Nitrit zu bilden. Aus diesem wiederum können N-Nitrosoverbindungen (wie beispielsweise Nitrosamine) entstehen. Sie zeigten sich im Tierversuch überwiegend als krebserzeugend. Aus diesem Grund sollte für Nitrat die Aufnahmemenge beschränkt werden.

Mehr Nitrat statt weniger

Eine aktuelle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet: Lebensmittel, die Nitrat enthalten sollten vermehrt verzehrt werden und deshalb regelmäßiger als bisher auf dem Speiseplan stehen. In der Vergangenheit wurden nitratreiche Lebensmittel eher gemieden, da viele Verbraucher Sorge hatten, durch eine zu hohe Aufnahme von Nitrat ihr Risiko für eine Krebserkrankung zu erhöhen.

In verschiedenen Studien aus den letzten Jahren und auch in aktuellen Untersuchungen wurden die gesundheitlichen Vorteile des Nitrats immer wieder deutlich. Nitrat ist demnach in der Lage, den Blutdruck zu senken sowie die Leistungsfähigkeit der Zellen zu steigern. Demzufolge macht es Sinn, die derzeitigen Verzehrsempfehlungen für Nitrat zu überdenken.

Aktuelle Grundlage für die Verzehrsempfehlungen sind die Risikobewertungen der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA aus dem Jahr 2008 und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) aus dem Jahr 2009. Diese Behörden bewerteten die günstigen Wirkungen des Obst- und Gemüse-Verzehrs höher als mögliche Gesundheitsrisiken durch die Aufnahme von nitrathaltigem Gemüse.

Keine Gefahr durch zu große Verzehrsmengen

Im Durchschnitt nimmt ein Verbraucher etwa 400 Gramm verschiedene Gemüse und Früchte täglich zu sich. Damit kann er die zulässige tägliche Aufnahmemenge für Nitrat nicht überschreiten. Dies ist auch dann nicht möglich, wenn es sich bei dem aufgenommenen Lebensmittel ausschließlich um nitrathaltiges Gemüse handelt.

Der Nitratgehalt von Gemüse ist in der Regel deutlich höher als der von Obst. Die zulässige tägliche Aufnahmemenge von Nitrat wird nur überschritten, wenn große Mengen an grünem Blattgemüse verzehrt werden. Dies ist bei etwa 2,5 % der europäischen Bevölkerung der Fall.

Im Jahr 2009 sprach sich das BfR allerdings gegen eine geplante Anhebung der Höchstgehalte an Nitrat in Spinat und Salat aus, mit der Begründung, die Bestrebungen zur Senkung der Nitratbelastung von Lebensmitteln und die Anstrengungen der Landwirte diesbezüglich nicht untergraben zu wollen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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