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Nützliche Tipps zur Kompressionstherapie bei Venenschwäche

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Sie haben müde, schwere, schmerzende Beine? Ihre Haut ist trocken, schuppig, juckt und zeigt bräunliche Verfärbungen? Ihre Beine schwellen an, nachdem Sie lange gestanden oder viel gesessen haben? Sie haben ein Spannungsgefühl in den Beinen und Ihre Schuhe und Socken schnüren ein? Möglicherweise leiden Sie unter Venenschwäche. Eine Kompressionstherapie kann Linderung bringen.

Ihr Arzt hat bei Ihnen eine so genannte“Venenschwäche“ festgestellt?

Dies bedeutet, dass in den Gefäßen, die zu Ihrem Herzen zurückführen (Venen), das Blut nicht mehr ausreichend in Herzrichtung abgepumpt wird. Die Folge ist eine Überlastung der venösen Gefäße. Diese verminderte Entsorgung des Gewebes und kann zu Wunden, dem so genannten „offenen Bein“ bzw. Wundheilungsstörungen führen.

Was passiert durch die Kompression?

  • Beschleunigung des venösen Blutrückflusses in Richtung des Herzens
  • Wiederherstellung der Funktion der Venenklappen
  • Reduzierung bzw. Aufhebung von Wassereinlagerungen in den Beinen
  • Entstauung des umliegenden Gewebes
  • Ermöglichung des Abtransportes von Stoffwechselabfallprodukten und Gewebsflüssigkeit

Warum muss ich meine Strümpfe auch weiter tragen, wenn meine Wunde abgeheilt ist?

Die Strümpfe tragen Sie, um einer neuen Wunde vorzubeugen. Sobald die Kompression nicht mehr getragen wird, fällt der formende Druck weg und die Venenklappen können nicht mehr schließen! Der Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten und Gewebsflüssigkeit ist nicht mehr gewährleistet. Dadurch kommt es zu Schädigungen der Haut, und eine neue Wunde kann entstehen.

Welche Risikofaktoren für Venenleiden gibt es?

  • Vererbung
  • hormonelle Einflüsse während einer Schwangerschaft
  • Bewegungsmangel
  • langes Stehen und Sitzen; Berufe mit stehender/sitzender Tätigkeit
  • lange Reisen, z. B. Flug
  • bekanntes Krampfaderleiden, Bindegewebsschwäche, Thrombose, Verletzungen an den Unterschenkeln
  • Alter: die Elastizität der Venenwände nimmt ab
  • Übergewicht
  • hochhackige Schuhe
  • Sauna- und Solarienbesuche
  • heiße Bäder und lange Sonneneinstrahlung

Was kann ich selber tun?

  • meiden Sie Temperaturen über 28°C, Wärmflaschen, heiße Bäder, Fußbodenheizung, Sonnenbäder, Sauna- und Solariumbesuche
  • im Sommer dienen mit Eiswasser befüllte Pflanzenbesprüher oder angefeuchtete und eingefrorene Handtücher zur Kühlung der Beine
  • Beine 1x täglich kalt abduschen oder Wechselduschen machen und mit kalt enden; Kneippsche Güsse, Wassertreten
  • Beine zwischenzeitlich über Herzniveau hochlegen und nicht übereinander schlagen; nachts das Fußende des Bettes leicht hochstellen
  • Fuß- und Fingernägel kurz halten und einer übermäßigen Hornhautbildung vorbeugen. Dies dient auch dazu, die Kompressionsstrümpfe zu schonen.
  • Schuhe mit flachem Absatz (nicht über 4 cm) tragen
  • um auch mit gewickelten Beinen schicke Schuhe tragen zu können, weite Schuhe oder eine Nummer größer kaufen; z. B. „Sneaker“, eine Variante zwischen Turn- und Straßenschuh
  • Kleidung anpassen: keine einschnürende Kleidung wie Mieder, Korsetts, Socken/Strümpfe mit engen Bündchen tragen; bei starkem Nässen der Wunde lange und dunkle Kleidung tragen
  • keinen Kraftsport machen, denn dies belastet die
    Gefäße unnötig
  • Übergewicht reduzieren
  • auf ausreichend Flüssigkeit und ballaststoffreiche
    Ernährung achten

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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