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Organspende wird neu geregelt – was bedeutet das für Sie?

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Mit der Reform des Transplantationsgesetzes soll die Spendenbereitschaft der Bundesbürger erhöht werden. Zudem werden Lebendspender besser abgesichert und die technischen Abläufe der Organspenden einheitlich geregelt. Pflegende Angehörige spielen eine wichtige Schlüsselrolle bei der Umsetzung dieses Gesetzes. Im Rahmen der Patientenverfügung muss auch über die Organspende entschieden werden.

Wenn jemand krank und pflegebedürftig ist, sollte eine Patientenverfügung für den Fall der Fälle gemacht werden. Teil der Patientenverfügung ist die Entscheidung über eine Organspende. In Deutschland stehen ca. 12.000 Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ. Rund 1000 dieser Menschen sterben jedes Jahr, da es nicht genügend Spender gibt. Nach neuesten Untersuchungen wären schon heute rund 3/4 der Bundesbürger grundsätzlich mit einer Organspende einverstanden, doch nur 25 Prozent der Bundesbürger haben einen Organspendeausweis.

Mit dem Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz will die Bundesregierung dieses verändern. Kernstück des Gesetzes ist eine breite Aufklärung zu den Möglichkeiten der Organ- und Gewerbespende durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen.

Die Krankenversicherungen werden verpflichtet, ihren Mitgliedern ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig Informationen (einschließlich eines Organspendeausweises) zuzusenden. Wer es möchte, kann seine Spendenbereitschaft auch auf der elektronischen Gesundheitskarte hinterlegen. Weiterhin haben die Krankenkassen ihren Versicherten auch fachlich qualifizierte Ansprechpartner für Fragen der Organ- und Gewerbespenden zu nennen. Darüber hinaus sollen Ämter Informationsmaterial an Bürger ausgeben, zum Beispiel wenn Sie einen Pass oder Führerschein abholen.

Wichtig für pflegende Angehörige: Keiner wird zu einer Organspende gezwungen.

Bei Organspende verbesserte Abläufe in Krankenhäusern

Mit der Gesetzesänderung werden auch die Qualitäts- und Sicherheitsanforderung und die Arbeitsabläufe und Strukturen in den Krankenhäusern verbessert. Zukünftig kann eine Transplantation nur in einem Krankenhaus stattfinden, das über eine Intensivstation mit Beatmungsplätzen verfügt.

Die Entnahmekrankenhäuser werden verpflichtet, jeden Patienten, der als Spender infrage kommt, an die nächstgelegene Organisationszentrale der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zu melden. Auch sind diese Krankenhäuser verpflichtet einen Transplantationsbeauftragten zu bestellen.

Dieser hat die Aufgabe, den Prozess der Organspende zwischen Krankenhaus und DSO zu koordinieren. Letztendlich werden niedergelassene Ärzte durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Bundesärztekammer mit Informationsmaterial zur Organspende für ihre Patienten versorgt.

Was bedeutet die neue Regelung der Organspende für pflegende Angehörige?

Pflegende sollten sich mit dem Thema Organspende intensiv auseinandersetzen und rechtzeitig die entsprechenden Maßnahmen treffen (Organspendeausweis). Bei individuellen Fragen, kann das "Infotelefon Organspende" unter 0800/9040400 kontaktiert werden.

Mehr Infos finden Sie auch unter organspende-info.de. Werden Sie Organpate und vertreten Sie das Thema Organspende offensiv in ihrem Umkreis. Weitere Infos unter organpaten.de.

Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über eine Patientenverfügung und auch über die Möglichkeit einer Organspende. Seien Sie sich der Sensibilität des Themas bewusst. Kein Mensch möchte über das Sterben reden. Spätestens auf der Intensivstation werden Sie mit dem Thema konfrontiert. Sie sollten vorher mit Ihren Angehörigen gesprochen haben und deren Willen kennen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Patientenverfügung

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